Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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OESTERKKICH. — Militär Landmacht). 
die Veranlassung zur Verwendung von Werthsobjecten zu Pfändern wür 
den, über welche der Finanzverwaltung gar kein Dispositionsrecht zu 
stehe«, und als Beleg ward die Verjifändung von Papieren angeführt 
welche dem venez. Amortisationsfonds gehörten, welchen Vorgang das 
Abg.-Haus bereits als ordnungswidrig bezeichnet habe. 
Milkäi H. 
landmacht. Bildung des Heeres. Aushebung nach vollendetem 
20. Jahre (m der letzten Zeit 85,000 Mann im Jahre) ; 8jährige Dienst 
zeit im activen Heere, dann noch 2 Jahre in der Reserve. (Im Jahre 
18o4 wurden im Staate NN Fälle von Selbstverstümmelung constatirt 
um sich der Militärpflicht zu entziehen.) Stellvertretung besorgt der 
btaat, ausser in Kriegszeiten (in den letzten Jahren betrug die Taxe 
1200 fl.) — Das Avancement der Gemeinen zu Officiersstellen findet 
selten statt. 1851 zählte man 4i)(Jl adelige und 10, JOO bürgerliche Of- 
hciere. Unter den Ersten 103 Fürsten, 590 Grafen, 898 Barone, 570 
10 800 Officieren 4229 Adelige, namentlich bei der Cavallcrie 1190 von 
1/00, bei der Artillerie und dem Stabe aber nur 340 von 1700 ) 
Die Armee ist der Mannschaft nach äusserst tüchtig. 1818 und 19 machte 
sich aber die Verschiedenheit der Nationalität auch im Heere geltend • 
ungarische und italienische Truppen schlossen sich der Erhebung in ihrem 
^eciellen Vaterlande an. Auch 1859 gab es Anstände dieser Art 
Der Sold ist geringer als in irgend einer deutschen Armee. Bis 1848 
war für das Sanitätswesen schlecht gesorgt, so dass z.B. der Regiments 
arzt seinen Rang nach dem letzten Officiere hatte, wesshalb es an tüch- 
yn Aerzten fehlte. Seitdem erfolgten einige Verbesserungen. Die 
erpflegung war im feldzuge von 1859 äusserst mangelhaft. For 
mation und Stand: 
80 Linien-lnfant.-Regim., zu 4 Rataill. von (I Comp. . 
oo zu S Rat. von 5 Comp. ;Tiroler 1 
<12 Feldjäger-Jlataill. von 0 Comp. i ■ 
14 Grenz-Infant.-Reg. und 1 Titler Grcnz-Inf.-Rat. 
10 Samtäts-Comp 
_ Gesammtstärke der Infanterie 
12 Reg. Cürassiere, 2 Reg. Dragoner, 14 Reg. Husaren 13 
Reg. Ulanen, sämmtl. zu OKscadr., zus. Cavallerie 
12 Reg. L eldartillerie zu 10 Batterien von 4 Comp 1 Reg 
Küstenartillerie zu 3 Rataill. von 4 C., 1 Reg’ ]{ake- 
teure zu 12 Batterien von 3 C., zus. Artillerie mit 
0,098 resp. 21,318 Pferden) 
2 Reg. Genie zu 4 Rataill. u. 0 Rataill. Pionnière 
Dazu: 48 Fuhrwesens-, Transports- undRrückenbe.span- 
nungsescadronen ^ 
10 Gendarmerie-Regimenter u. Policeiwachtcor¡is 
Total, mit Stab, Garden (781 M.j~etc7 
im Frieden 
150,430 
25,282 
8,040 
^ 830 
185,182 
39,188 
27,001 
8,932 
2,802 
10,500 
im Kriege 
331,230 
40,022 
55,598 
2,858 
430,008 
41,802 
50,300 
14,028 
22,070 
10,500 
5,100 
570,749 
aufgeführt
	        
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