Full text : Währung und Handel

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giebiger  Schutzzoll  auf  Eisen  gelegt,  so  wird  dieser  die  Eisen-Exporte
  nur  massig  beeinflussen,  es  sei  denn  dadurch,  dass  der
steigende  Consum  inländischer  Erzeugnisse  für  den  Export
Weniger  übrig  lässt,  oder  allenfalls  noch  dauurch,  dass  allmälig
  die  durch  den  Schutzzoll  eingeschlafeite  industrielle
Regsamkeit  der  Concurrenzfähigkeit  auf  den  fremden  ^Märkten
schadet;  die  Eisen-Importe  dagegen  werden  direct  und  ausgiebig ­
  gehindert,  vielleicht  auch  gänzlich  abgehalten  werden
und  es  wird  sich  jedenfalls  das  Verhältniss  zwischen  Export
und  Import  weitaus  günstiger  gestalten  als  früher.  Bei  allen
anderen  Waaren  muss  jedoch  das  (xegeiitheil  eintreten.  So
gering  auch  für  jeden  einzelnen  Bewohner  eines  solchen  Landes ­
  die  Vertheuerung  seiner  Lebensbedürfnisse  durch  die  Vertheuerung
  seines  Bedarfes  an  Eisen  sein  mag,  so  wird  diese
Vertheuerung  eben  doch  bestehen  und  zurückwirken  auf  alle
Preise  und  Löhne  ;  die  Production  aller  Waaren  wird  dadurch, ­
  wenn  auch  nur  um  ein  Geringes  erschwert  werden.
Um  dieses  Geringe  aber  vermindert  sich  eben  die  (’oncurrenzfahigkeit
  aller  einheimischen  Güter  sowohl  auf  den  einheimischen ­
  als  auf  den  fremden  Märkten,  es  werden  daher  nm
dieses  Geringe  bei  allen  Waaren  unter  sonst  gleichbleibenden
Verhältnissen  die  Exporte  sinken,  die  Importe  steigen,  und  die
Summe  aller  dieser  Einbussen  wird  schliesslich  doch  grösser
sein,  als  der  Gewinn  bei  den  Eisenwaaren.  Lass  sie  grösser
sein  muss,  sowie  erst  einmal  die  Vertheuerung  der  Production
in  Folge  der  Eisenvertheuerung  Zeit  gehabt  hat,  ihre  Wirkung
zu  äussern,  folgt  aus  derselben  Betrachtung,  die  früher  unter
der  Voraussetzung  angestellt  wurde,  dass  der  Zoll  gleichmassig
  auf  alle  Güter  gelegt  wird.
Es  soll  nun  noch  die  hie  und  da  auf  tauchen  de  Besorgniss,
  dass  -ein  Land  mit  ungünstiger  Handelsbilanz  die  Valuta
nicht  herstellen  könne,  weil  in  diesem  Falle  die  Edelmetalle
sofort  wieder  abströmen  müssten,  erwähnt  werden.  Es  stellt
dies  die  Sache  geradezu  auf  den  Kopf.  Davon,  dass
man  unter  dieser  Handelsbilanz  in  der  Regel  nur  die
Balanz  des  Waareiihandels  versteht,  und  deren  Ungunst  für
gleichbedeutend  hält  mit  der  ungünstigen  Balanz  des  gesummten ­
  internationalen  Austausches  eines  solchen  Landes,
mag  nicht  weiter  gesprochen  werden.  Loch  selbst,  wenn  die
            
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