Full text : Währung und Handel

T

—  Gl  —
mussten,  trotzdem  aber  die  Preise  der  ülmigen  Producte  um  5*30  Percent ­
  in  die  Höhe  gingen.  In  jener  Epoelie  verbesserte  sieli  der
Heldwertli.  Nach  den  frülier  auf  deductivem  Wege  gewonnenen
Resultaten  sollten  also  die  Preise  gestiegen  sein.  Bei  den  (letreidesorten
  tritt  dieses  Ergebniss  nicht  zu  Tage,  da  eben  die
Ernteverhältnisse  die  Wirkung  der  Valutaschwankungen  paralysirten
  ;  bei  den  anderen  Productenpreisen  aber  zeigt  sich  bereits
trotz  der  günstigen  Ernteverhältnisse  die  erwartete  Preis-Erhöhung. ­
  Von  1856  auf  1858  sanken  die  Getreidepreise  abermals  in
lolge  noch  reicherer  Ernteergebnisse;  die  Valuta  war  in  dieser ­
  Zeit  stationär,  und  in  der  That  zeigen  sich  auch  die  Preise
der  anderen  Rohproducte  ermässigt,  zwar  nicht  in  demselben
Grade  wie  Getreide,  da  selbstverständlich  auch  hier  die  Ernte
•nicht  von  so  bestimmendem  EinÜusse  sein  konnte,  aber  man
sieht  denn  doch,  dass  alle  Producte,  mit  Ausnahme  von  Honig
nnd  Wachs,  dem  naturgemässen  durch  die  Gunst  der  Ernte
gegebenen  Impulse  folgen  können.  Von  1858  auf  1861  sinkt
lier  Geldwerth;  die  Preise  sollen  also  nach  dem  Gesetze  des
Heliarrens  auf  den  nominellen  Sätzen  essentiell  zurückgehen,
nnd  es  ist  dies  in  der  That  bei  den  Artikeln  6  bis  14  der
Pall,  trotzdem  die  Getreidepreise,  unter  der  Herrschaft  der
Ernteverhältnisse  stehend,  gestiegen  sind.  Von  1861  auf  1865
verbesserte  sich  der  Geldwerth  ;  die  Preise  sollen  also  steigen,
nnd  abermals  folgen  die  Productenpreise  diesem  Gesetze,  trotzdem ­
  das  Getreide  im  Preise  sehr  wesentlich  sinkt.  Mit  einem
V’orte  :  die  Productionspreise  folgen  dem  auf  abstractem  Wege
geiundenen  Gesetze  mit  merkwürdiger  Genauigkeit,  trotzdem
zufälligerweise  die  Ernteverhältnisse  eine  geradezu  entgegengesetzte ­
  Bewegung  der  Getreidepreise  im  Gefolge  hatten,  und
nlso  unter  normalen  Wirthschaftsverhältnissen  eine  ganz  antlere
  allgemeine  Preisbewegung  zu  vermuthen  wäre.
Untersucht  man  nach  derselben  Methode  die  Preisbewegnng
  in  den  V  iener  Notirungen,  so  ergibt  sich  das  Folgende  :
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.