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wir die ersten Europäer sein, welche diese grosse Rundreise
von ca. 4000 englischen Meilen machten. —
Von La Junta in Colorado aus machten wir einen Abstecher,
um die herrliche Gebirgs- und Bergwerksgegend von
Pueblo, Denver, Leadville, Antonito, Española und Santa Fe
zu besehen.
Auf der ganzen Reise von Kansas-City bis Demming waren
wir die Gäste der Atchinson-, Topeka- und Santa Fe-Eisenbahngesellschaft,
welche uns auf den einzelnen Theilen der
Strecke von solchen ihrer Beamten begleiten Hess, die das
Land genau kennen. So sind wir der Reihe nach von den
Herren Müntefering, Ott, zwei Deutschen, Capitän Shepperd
und Oberst Haren begleitet worden und verdanken ihnen die
werthvollsten Belehrungen. Sie machten uns mit hervorragenden
Landleuten und Beamten bekannt und arrangirten Ausflüge
in’s Land, die zu Pferd und zu Wagen unternommen
wurden. Schon in Kansas-City wurden wir von Herrn Ott
empfangen und in Topeka von den dort anwesenden Directions-Mitgliedern
als Gäste behandelt. Sie zeigten uns ihre
Bureaux, stellten uns dem Gouverneur des Staates vor und
führten uns in den Räumen der Ackerbau-Abtheilung der
Staatsverwaltung herum, in deren Museum wir alle Producte
des Ackerbaues von Kansas ausgestellt fanden.
Der Gouverneur gab uns nicht nur Aufschlüsse über die
Viehwanderung von Texas durch Kansas, sondern den anderen
Herren auch Rathschläge für einige Jagdpartien, die späterhin
benützt wurden. Er erzählte uns, dass es vor zehn Jahren
noch Herden von mehreren tausend Büffeln in Kansas gab»
dass sie aber jetzt schon vollkommen verschwunden seien.
In der That hat die Besiedelung von Kansas in den
letzten 16 Jahren ausserordentliche Fortschritte gemacht Dieser
Staat empfiehlt sich durch guten Boden und hinreichenden
Regenfall in seiner östlichen Hälfte und durch sein gemässigtes»
doch noch warmes Klima. Die Winter sind hier milder und
kürzer als in den mehr nach Norden gelegenen Ackerbau-Staaten,
und doch gedeihen in Kansas alle jene Products,
welche die fruchtbaren Weizenstaaten des Nordwestens von