Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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4.  Kap.  Die  Arbeitslöhne.
sick"  şo:  die  bittere  Nothwendigkeit  und  die  Gewohnheit  bringen  es  mit
2  zahlreiche  Menschen  um  geringen  Lohn  beinahe  zu  allen,  ja  auch  zu
widerwärtigsten  Arbeiten  zu  haben  sind.
Hand  ber  ob  es  einen  gerechten  Lohn  gibt,  werden  wir  später  zu
eln  haben,  und  was  über  die  gegenwärtige  Gestaltung  der  Lohnverhält-6lest
  T  ist.  muß  in  den  Kapiteln,  die  der  Besprechung  der  historischen
Eung  der  socialen  Beziehungen  gewidmet  sind,  auseinandergesetzt  werden,
à  ^  à  vergebliche  Mühe,  wenn  man  die  gegenwärtigen  Lohnverhältniffe
^  e  Ņucksicht  auf  den  Verlauf  der  historischen  Entwicklung  besprechen  wollte,
der  to'* 1  wir  noch  einige  Worte  über  die  sehr  verbreitete  Lehre  von
m  ş  ibellirung  der  Löhne  1  oder  der  Existenz  von  Normallöhnen
ņ  '^gen,  welche  mit  der  schon  besprochenen  ähnlichen  Theorie  bezüglich  des
beansv^"?ewinnes  nahe  verwandt  ist.  In  ihrer  annehmbarsten  Gestaltung
einem  ^  nUr  bann  ® eIíun9 '  wenn  den  Arbeitenden  die  Möglichkeit,  von
.  erbe  zu  einem  andern  überzugehen,  sowie  die  Freizügigkeit  durch
in  şi.wcht  ernstlich  erschwert  ist,  und  gibt  sie  auch  zu,  daß  sich  die  Löhne
W  em  là  Lande  jeweils  nur  innerhalb  der  einheitlichen  Gruppen  der
arbeit  ' b ^  f O0cn *  0eIernten  Arbeiter,  der  social  noch  höher  stehenden  Elite-{
  ŗ  und  der  verschiedenen  Arten  der  liberalen  Professionen  auszugleichen
gleiâ  s!*'  ^"uerhalb  dieser  Gruppen  soll  nun  aber  das  Bestehen  dieser  Aus-^r
 Q n~ tenb - eni  "nläugbar  sein  und  wird  dieselbe  darauf  zurückgeführt,  daß  die
«Äsende  Generation  die  Gegenden  verlaffe  und  die  Beschäftigungsarten
in  ^  e -  in  denen  die  Löhne  am  niedrigsten  seien,  und  sich  denjenigen  zuwende,
Q6 qeirf  Cn  ^ tere  stm  Ochsten  stehen.  Diese  Theorie  ist  jedoch  auch  in  dieser
^'wlvachten  Form  unhaltbar,  da  sie  auf  vier  irrigen  Annahmen  beruht,
buen  wir  uns  etwas  eingehender  beschäftigen  müffen.
ebe n  wächst  darf  man  nicht  glauben,  daß  sämtliche  Arbeiter,  die  einer  der  so-^hnen^Gruppen
  angehören,  in  der  Lage  seien,  die  Unterschiede  in  den
Unb  ben  Arbeitsleistungen  aller  zu  ihrer  Gruppe  gehörigen  Beschäftibet
  ^ 1 .  êņ  Zu  kennen  und  demnach  ihre  Kinder  den  aussichtsreichsten  Arten
^onstat^^ģ^it  Zuzuführen  vermöchten.  Die  Schwierigkeiten,  welche  sich  der
^arti  sämtlicher  Lohnverhältniffe  entgegenstellen,  sind  im  Gegentheil
diel  2^  daß  oftmals  sogar  die  Nachforschungen  hochgebildeter  und  über
^krfügender  Männer  daran  scheitern.
/lat  Eliffe  Leslie  nachgewiesen,  daß  Arbeiter  in  England  oftmals  die
nahe  verwandter,  in  derselben  Stadt  eingebürgerter  Jndustrie-^
  ^ö^st  Zutreffende,  von  Roscher  (a.  a.  O.  597)  gebrauchte  Bezeichnung
ds>bkņ,  k  ŞUZ  nach  einem  gemeinschaftlichen  Niveau,  welche  die  Löhne  in  zwei  Ländern
^iues  auswandernde  Arbeiter  in  die  Ferne  ziehen  läßt,  die  in  dem  andern
»ung  suchen.
            
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