Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

4.  Kap.  Die  Arbeitslöhne.

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gestellt  werden!  Das  Maß  des  Lebensgenusses,  welches  die  verschiedenen  Jnuen
  verlangen,  ist  ein  sehr  ungleiches.
b  àitens  darf  man  durchaus  nicht  annehmen,  daß  die  Menschen,  wenn
Bà-  Wohnverhältnisse  genügend  kennen  würden,  auch  in  der  Wahl  ihrer
şlyastlgung  frei  und  ungehindert  wären.  Die  durch  eine  Uebersiedlung  nach
m  andern  Wohnort  hervorgerufenen  Auslagen  sind  ganz  bedeutende  und
sth  bn.  ^on  sehr  armen  Leuten  oftmals  gar  nicht  aufgebracht  werden.  Ferner
lg^  biese  gezwungen,  ihre  Kinder  zu  solchen  Beschäftigungen  greifen  zu
W  má)e  ô'şien  am  schnellsten  in  den  Stand  setzen,  das  schmale
Tobn  "'^"kommen  ein  wenig  zu  vergrößern.  Der  Arme  kann  also  seinen
tzorb  ° bet  şà  Tochter  nicht  jenen  Laufbahnen  widmen,  welche  eine  lange
führen  ^îung  heischen,  dann  aber  auch  zu  den  einträglichsten  Stellungen
ei ner  '  .  ^oŗartige  Umstände  verhindern  nur  zu  häufig  den  Uebergang  von
oft  ^aşi'gungsart  zu  einer  andern  und  treten  in  unserer  Zeit  besonders
den  ioc  ,r?'  meiI  die  Industrien  gegenwärtig  so  vielfach  in  einzelnen  Gegen-Qnbern
  °  ^  unb  ö ^°  ber  Uebergang  von  einem  Erwerbszweig  au  einem

U  U  —  V*v^ 0 ,vviy  vintili
lvkrkst.».  ^ ne  Hoberfiedlung  von  einer  Gegend  in  eine  andere  gar  nicht  be->
  eiugt  werden  kann.
wird  ganz  irrthümlich  angenommen,  daß  die  menschliche  Neikinķnî'
  ^  9Ün ^ ii9en  Aussichten  für  die  Verbesserung  des  Lohneinkommens  zu
b Qnf  .^onucilwechsel  zu  schreiten,  ganz  allgemein  sei.  Gerade  diejenigen,  die
siedle  'şier  ökonomischen  Verhältnisse  im  stände  wären,  eine  Uebergkbgņ/
  vorzunehmen,  sind  oftmals  aus  allerlei  Gründen  an  ihre  Heimat
statte  h  ^'0  Anhänglichkeit  an  den  Schauplatz  der  Kindheit,  an  die  Ruhetoeife
  J r  ältern,  die  Liebe  zu  Verwandten  und  Freunden  spielen  glücklicher-(Q.
  Ļeben  vieler  Menschen  noch  immer  eine  große  Rolle,
kstnste  endlich  beachtet  man  auch  nicht  die  Thatsache,  daß  Ueberein-^stiqen
  .  Hànehmer,  und  namentlich  solche  zwischen  besonders  kapitalö^lnwt
  ļŗi'eitgebern,  die  Löhne  in  gewissen  Gegenden  und  im  Bereiche
^rlgk/V-^oàtionszweige  und  Thätigkeitssphären  sehr  oft  auf  einem
W>e  H.  ì  * öeau  erhalten  oder  sogar  noch  Herabdrücken  können,  wodurch  dann
%  Ģrungstendenz  der  Lohnsätze  vereitelt  wird.
konnte  ein  englischer  Oekonomisti  schon  vor  mehr  denn  zwei
en  şogen:  ,Während  der  letzten  beiden  Menschenalter  haben  einige
Gelehrte  behauptet,  daß  nicht  nur  eine  Tendenz  zur  gegen-^
  bet  "Gleichung  der  Löhne  bestehe,  sondern  daß  sich  diese  Ausgleichung
'ņ  allen  ^  Anwart  wirklich  vollziehe.  In  Wahrheit  wurden  aber  die  Löhne
ändern  immer  ungleicher  und  verstärkte  sich  somit  eine  Tendenz,

Lnlie,  Essays  (London  1874)  380.
amu*,  Volkswirtschaftslrhre.  22
            
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