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bio Mittel für Appreturen, Bleichereien ?c., welche erstes Erfordernis;
für eine Emanzipation wären, zur Zeit noch absolut
fehlen und daß sich weder Geld noch genügende Arbeitskräfte
zur Zeit hiefür fünden. Ferner müsse man zuerst mit
den schlechten Maschinen aufräumen, bevor man zur Proklamation
der industriellen Unabhängigkeit schreiten könne.
Das dritte und größte Lager war mit Maßnahmen zur
Hebung technischer Leistungsfähigkeit einverstanden, plaidirte
aber für womöglich noch engeren Znfainmenschlnß an die
Schweiz als Mittel zu größerem Wohlbefinden. Der allgemeine
Verband selber fand in der Mehrzahl Befürworter,
man rühmte ihm eine Besserung der Löhne lind Verminderung
der Abzüge nach; dagegen fand das Fachgericht herbe Tadler.
Man warf ihm Parteilichkeit zu Gunsten der Schweizer vor.
Die Beschlüsse der Versammlung lauteten denn auch keineswegs
auf Trennung lind Emanzipation, sondern im Gegentheil
auf Befürwortung von Erleichterungen im Verkehr der
Rohstoffe mit der Schweiz bei der österreichischen Regierung,
auf Einführung von Fachknrsen und auf Errichtung eines
Vorarlbergischen Fachgerichtes im Verbände. Die Versammlung
hatte einen weit harmloseren Verlauf genommen, als
erwartet wurde.
Die Forderungen der Vorarlberger für ein eigenes Fachgericht
konnten von der Zentralleitnng unmöglich bewilliget
werden, da man die schweizerischen Arbeitgeber kaum zwingen
könnte, sich einem Schiedsgerichte vorarlbergischer Arbeitnehmer
zìi unterwerfen. Uebrigens schien die ganze Forderung
mehr darum aufgestellt worden zu sei», um überhaupt etwas
reklnmiren zìi können, denn die kleine Zahl <ffille, welche
überhaupt vor Fachgericht kamen, bilden eine ganz sonderbare
Beleuchtung ,yt den behaupteten zahlreichen parteiischen
Entscheiden.
Nach 1887 kam es nicht mehr zu einer ähnlichen Bewegung.
Die einsichtigen Elemente der Arbeitnehmer im