Full text : Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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u  i  ■olii  o  co  u  von  18b4/85  ohne  Verbands-Minimallohn  511111
Normallohn  in  ber  Stickerei  geworben  wäre,  zu  beinjenigen
Normal  lohn,  ben  bie  Känserschast  einer  ciuf  Hebcrprobitftioit
gestellten  Industrie  macht,  indem  sie  stets  mit  deren  tiefsten
Lohnansützen  rechnet  und  ans  sie  hindrückt.  Für  den  Absatz
Mber  butte'  ber  WiiiimnMobn  ßcitiueife  Mue  3^^11901101011,
ilibem  er  iieriiiiioe  Mncr  Stnrrbcit  fid)  11(1,511  menin  ben  uerßhiedenen
  Kvnjunktnren  in  den  einzelnen  Ländern  anpaßte.
Lv  5.  B.  wäre  im  Jahre  1889  für  einige  Monate  eine  Redi ­
  itti  on  des  Minimallohnes  von  2  Cts.  für  den  Absatz  nach
Frankreich  bei  dortigen  Konkurrenz  wegen  dringend  geboten
gewesen,  wählend  ein  Gleiches  für  den  Export  nach  anderen
wtaaten  nicht  nothwendig  war.  Dieselbe  Erscheinung  zeigte
9",  sicher  und  später  auch  bei  anderen  Absatzgebieten,  ohne
aber  deßhalb  als  dauernder  Uebelstand  sich  geltend  zu  machen.
Andere  Schwächen,  welche  der  Minimallohn  für  den  Arbeit-!ulinier
  in  sich  barg  und  seinem  ganzen  Wesen  nach  in  sich
beigen  mußte,  wird  der  weitere  Verlauf  der  Verbandsgeschichte
zur  Sprache  bringen.
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-!-  *
-h>ie  die  Erfahrung  lehrte,  daß  die  Lohnfrage  mit  dem
bloßen  Minimallohn  eine»  befriedigenden  Abschluß  nur  einfeitic)
  gefunden  hatte,  zeigte  sich  auch,  daß  die  bloße  Normalaibeitszeit
  nicht  völlig  genügender  Regulator  der  gnantitativen
Produktion  war.  In  letzterer  Beziehung  wurden  schon  int
ersten  Verbandsjahre  Schritte  zur  Regelung  des  M  a  s  ch  i  n  e  nd
  erkeh  rs  gethan.  Eine  noch  strammere  Regelung  der  Pro-  ""-kehrs.
duktivn  war  mir  möglich,  wenn  der  Betrieb  weiterer  Maschinen
'wesentlich  erschwert  wurde,  nachdem  deren  Zahl  schon  lange
U>  jener  Höhe  angewachsen  war,  mit  welcher  die  Gefahr  beständiger ­
  Ueberprodnktion  begann.  Mit  bezüglichen  Maßregeln
balle  man  sich  aber  davor  zu  hüten,  gleichzeitig  auch  den
^ì'satz  alter,  schlechter  Maschinen  durch  gute,  nene  zu  erschweren.
Bo»  den  ersteren  befanden  sich  im  Verbandsgebiete  eine  leider
            
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