Die Exportziffern der Vereinigten Staaten von Amerika 12
gen!?), daß im Jahre 1924 die Ausfuhr von Baumwollstückwaren
aus England 4455000 Quadratyards betrug, während sie im Jahre
1913 — freilich einer Zeit besonders guten Auslandsgeschäftes —
nicht weniger als 70750000 Quadratyards betragen hatte.
Diese Differenzierung der „Fertigwaren“ nach Gesichtspunkten
der Hochwertigkeit, der Qualität und der Verfeinerung ist auch
notwendigerweise zu berücksichtigen, wenn man den europäischen
Exportziffern, die (auf Grund der 1913-Preise) als Ganzes eine, wie
man erkannte, rückläufige Tendenz zeigen, die amerikanischen gegenüberstellt.
Diese betrugen:
Gesamtausi{iuhr.
Fabrikatausiuhr
1 0 0a N.
1913
Millionen Dollars
1923 | 1913 = 100
2448,6 | 2924,3 | 119,4
1052,4 1559,3 148.3
Man könnte zunächst annehmen, daß die These, der Rückgang
der Weltausfuhren bei den Fabrikaten sei infolge des stärkeren Bedarfsrückgangs
erheblicher als bei Nahrungsmitteln und Rohstoffen,
durch diese Ziffern widerlegt werde. Allein, dies ist nicht der
Fall. Denn es bleibt zu bedenken, daß die „Fabrikat“-Ausfuhr der
Vereinigten Staaten eine durchaus andere ist wie ein großer Teil
der europäischen. Die Union exportiert in erster Linie Fabrikate,
die, wie landwirtschaftliche Maschinen und alle jene Spezialmaschinen,
die die spezifisch amerikanische Eliminierung der Handarbeit
bezwecken, wiederum der Produktion dienen sollen und nicht
wie eine große Zahl speziell europäischer Exportwaren, dem unmittelbaren
Verbrauche dienen. Betrug doch z.B. die Ausfuhr von
Baumwollfabrikaten der Union im Jahre 1924 (Fiskaljahr) nur
127 Millionen Dollars (vgl. oben die englische Ziffer, die sich
dabei nur auf Stückwaren bezieht), bei einer Gesamtfabrikatausfuhr
von über 2000 Millionen Dollars, während die Ausfuhr von Lederwaren
nur 21 Millionen, die Seidenausfuhr nur 12, die von Wollwaren
nur 7.7 Millionen Dollars betrug! So bedeutsam viele der
17) Vgl. Sondernummer des Manchester Guardian Commercial über
die Textil-Fertigfabriktion vom 2. Juli 1925. 5.7.