Object: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Warenhaus Hermann Tietf, Berlin. 
In der Erkenntnis, daß nur ein körperlich gesundes und geistig geschultes Personal 
imstande ist, den hohen Anforderungen des modernen kaufmännischen Lebens nachzu 
kommen, hat es sich die bekannte Warenhausfirma Hermann Tietz von jeher angelegen sein 
lassen, ihrerseits nach beiden Richtungen hin alles zu tun, was ihre Angestellten fördern könnte. 
ARBEITSRÄUME. Daß die Firma für helle, luftige und gesunde Arbeitsräume 
sorgt, auch den Angestellten eine 
AUSREICHENDE MITTAGSPAUSE gewährt, ist selbstverständlich. Vor allem aber 
ist es die Firma Hermann Tietz gewesen, die für das Warenhaus die 
VÖLLIGE SONNTAGSRUHE eingeführt hat. Aber auch innerhalb der Arbeitszeit 
wird den Angestellten sowohl vormittags wie nachmittags eine Pause gewährt, um ungestört 
Frühstück und Vesper einnehmen zu können. Für diesen Zweck hat die Firma in allen 
ihren Häusern besondere 
KANTINENRÄUME eingerichtet, in welchen an die Angestellten auch Speisen und Ge 
tränke gegen ein geringes Entgelt verabfolgt werden. 
Abbildung i und 2 geben Teile der Kantine in dem neuen, im November 1912 eröffneten 
Erweiterungsbau am Dönhoffplatz wieder. Diese Kantine besteht aus zwei langgestreckten 
Flügeln, von denen der eine für die weiblichen, der andere für die männlichen Angestellten 
bestimmt ist. In der Ecke, in der die beiden Flügel zusammenstoßen, liegen die Küchen, 
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Verkaufsraum der Kantine.
	        
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