Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Deutschland  (Urproduktion:  Seidenzucht;  Forstwirtschaft).

Juni,  3  Tage),  Leipzig  (im  Juni,  2  Tage),
N'#  (5.  3iwi),  %ÜW  (20.  3uw,  2
£age),  Nürnberg  (3.  Juli,  3  Tage),  Posen
  (12.  Juni,  2  Tage),  Stettin  (16.  Juni,
25 st 3 c )'  Stuttgart  (im  Juni),  Tilsit
C[7.  Juni,  20.  àpt.,  je  6  Tage),  Ulm
(17.  Juni,  3  Tage),  Weimar  (14.  Juni,
~  Tage).  Die  wichtigsten  sind  die  von
àrlin  und  Breslau,  dann  Königsberg
und  Posen.
Haute  und  Felle  werden  in  stets
wachsenden  Quantitäten  eingeführt,  wäh-^end
  die  Ausfuhr  verhältnismäßig  gering
blieb.  Der  Handel  mit  rohen  Rindsh
  a  Uten  betrug  (in  Tonnen):

Einfuhr
1860  :  2460
1865  :  4180
1870:  9260
1875:  10300
1880  :  8044

Ausfuhr
1860  :  24200
1865:  26400
1870:  37400
1875  :  38000
1880  :  33452

bezieht  diese  Häute  zum  größten
^.eil  von  Südamerika,  empfängt  aber
außerdem  noch  bedeutende  Mengen  von
Kalbfellen,  Schaf-,  Lamm-  und  Zicgensellen,
  von  Därmen  und  Blasen'.  Die-1er
  Import  findet  aber  in  verarbeitetem
Zustand  und  als  Fabrikat  seinen  Weg  zum
größten  Teil  wieder  ins  Ausland.'  1879
betrug  (in  Tausenden  Ecntncrn)  die

Einfuhr  Ausfuhr
Rindshäute  1017,8  393,1
Kalbfelle  116,2  69,  ß
Andre  rohe  Felle,  Blasen,
Därme.  326,i  205,7
Zusammen:  1460,i  668,4
Rechnet  man  hierher  noch  den  Handel
mit  Haaren,  Borsten,  Federn,  welcher
176,300  Ton.  in  der  Einfuhr  und
117,530  T.  in  der  Ausfuhr  betrug,  mit
Fellen  zur  Pelzwcrkbereitung,  welcher
41,500  T.,  beziehentlich  17,700  T.,  und
den  mit  Talg  iliid  Thran,  welcher  572,000
Und  177,800  T.  betrug,  also  eine  Einfuhr
bon  789,800  T.  und  eine  Ausfuhr  von
'253,030  T.,  so  ergeben  sich  1879  für
den  ganzen  einschlägigen  Handel  folgende
Werte:
Einfuhr  .  .  .  2249900  Ton.
Ausfuhr.  .  .  921430  -
Mehreinfuhr:  1328470  Ton.

Die  Seidenzucht  ist  von  sehr  geringer
Bedeutung.  Doch  hat  Potsdam  wahrend
der  Seidenwürmerkrankheit  Grains  nach
Italien  verschickt.  Aber  die  wichtigenSeideiiwebereien
  in  den  Rheinlandeil  (Krefeld)
müssen  ihren  Bedarf  vom  Auslaild  holen;
1880  wurden  2983  Ton.  Kokons  und  Rohseide ­
  ein-  und  921  T.  ausgeführt.  Auch
die  Bienenzilcht  liefert  weder  Wachs
noch  Honig  in  genügender  Menge.
Rekapitulation  (in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
Tiere  u.  Tiernahrungsinittel  357,o  262,8
Wolle  273,7  66,4
Rindshäute  66,5  22,8
Rohseide  113,8  48,3
Zusammen  1879:  811,o  400,3
Dagegen  1878:  774,7  516,3

C.  Forstwirtschaft.

Das  Forstland  nimmt  13,839,769  ha
ein,  d.  h.  25,7  Proz.  der  Gesamtfläche,  ein
sehr  ansehnlicher  Prozentsatz;  aber  diese
Waldflache  ist  sehr  ungleich  verteilt.  Auf
Schleswig-Holstein  komnlen  nur  6,i  Proz.,
auf  Oldenburg  8,8,  auf  Hannover  15,8,
auf  Mecklenburg-Schwerin  16,8  Proz.  ;  in
den  thüringischen  Staaten  schwankt  die
Ziffer  zwischen  30  und  41  Proz.,  Bayern
hat  33  Proz.,  Baden  37  Proz.  Wald;  reich
daran  sind  auch  Sachsen,  Württemberg,
Hessen.  Es  gibt  vortreffliche  Eichen-,
Buchen-  und  Nadclwaldungen.  Der  Spessart ­
  liefert  vorzügliche  »Holländer«  für
den  Schiffbau;  der  Niederwald  in  den
Nheinlanden  ist  wichtig  durch  die  Eichenlohe. ­
  Große  Schneidemühlen,  namentlich
an  dem  Finowkanal  und  der  Alten  Oder,
verarbeiten  die  zugeführten  Hölzer.  Biele
der  aus  Galizien  und  Polen  hernntergeflößtcn
  Stamme  werden  für  deir  Export ­
  zllgerichtet,  für  welchen  Memel  imb
Danzig  die  wichtigsten  Platze  sind.  Aber
die  Einfuhr  übersteigt  die  Ausfuhr  sehrerheblich.
  Der  Holzhandel  betrug  (in
Tausenden  Mark):

Einfuhr
1872:  297000
1874:  271200
1876:  213500
1878:  183100
1879:  167800

Ausfuhr
1872:  115800
1874:  87960
1876:  92900
1878:  70100
1879;  70400
            
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