164 Deutschland (Versicherungsgesellschaften; Geld, Maß u. Gewicht).
Industrielle Landwirtschaftl.
Otohstoffgenosscnschaften 148 63
Magazingenosiensch. . 531
Produktivgeuossensch. . 133/
Werkgenossenschaften . — 135
Baugenossenschaften . — 49
Versicherungsgesellschaften.
Für Feuerversicherung bestanden
/Lude 1876: 73 öffentliche Anstalten (Societäten)
mit einer Gcsamtversichcrnngssumme
von 22,786 Mill. Mk. in der
Gcbändeversicherungs- und von 792 Mill.
Mk. in derMobiliarversicherungsbranchc.
Hiervon waren in beiden Branchen rückversichert
713 Mill. Mk. An Beiträgen
wurden erhoben 39 Mill. Mk. (1 ,69 pro
Mille der versicherten Summe), ausgezahlt
30 Mill. Mk. (1,30 pro Mille). Privat
- Gegenseitigkeitsanstalten existierten
265 mit einer Gesamtversicherungssnmme
von 6014 Mill. Mk. (davon 2479 bei der
Gothaer). FcncrversichcrungSaktiengcsellschaften
gab es 27 mit einer Gesamtsumme
Cinsi. Rückversicherungen) von 35,111
Mill. Mk., nach Abzug ver in Rückdeckung
gegebenen Versicherungen 26—27,000
Mill. Mk. (die Magdeburger, die größte,
hat eine Versicherungssumme von 7 3 A
Milliarden Mk.). Die Gesamtprämieneinnahme
aller Aktiengesellschaften betrug
1876:67MÌU.ML, bawn 25 Mid.
Mk. für Rückversicherungsprämien ab.
Die Ausgaben für Schäden beliefen sich
auf 22 Btill. Mk. — Die Zahl der Lebensversicherungen
Ende 1879 war
36, in welchen 592,095 Personen mit
2,029,062,020 Mk. versichert waren; neu
versichert wurden 55,672 Personen mit
214,906,535 Mk., es schieden aus durch
den Tod 9904 mit 30,575,069 Mk., bei
Lebzeiten 29,216 mit 93,275,345 Mk. —
Hülfskasscn. Abgesehen von besondern
Kassen einzelner rheinisch-westfälischen
und Berliner Industrie-Etablissements,
bestanden 1878 die folgenden Altersversorgungs-
und Jnvalidenkassen:
Kasse» Mitglieder %%%"
Preuße» 111 27379 1543616
Bayern 10 2 826 556872
Sachsen 19 4106 540966
"briges Deutschland 26 4796 403121
Zusammen: 166 39107 3 044575
Neben diesen Jnvalidenkassen bestehen
Stcrbckasscn und zwar Ende 1875:
Kassen Mitglieder Ņàgm
Preußen .... 9426 973850 17080206
Bayern. .... 418 214636 2277798
Sachsen 552 150780 1 639319
Übriges Deutschland 723 259926 3514938
Zusammen: 11119 1 699201 24512261
Ungefähr der fünfte Teil der Einwohner
Deutschlands ist demnach direkt oder indirekt
an Sterbekassen beteiligt. —Knappschaftsvereine
bestanden in Preußen
1.3w!.1879:84mit255,568MMiebm,,
einem Vermögen von 20,797,246 Mk.,
Einnahmen 12,779,616 Mk., Ausgaben
12,172,421 Mk. Bayern hatte 1876 in
41 Vereinen 6079 Mitglieder, Vermögen
1,464,944 Mk., Einnahmen 469,266,
Mugici! 424,028 ML
Vili. Geld, Mass und Kewicht.
Die zwischen den Zollvereinsstaatcn
1838 zu Dresden abgeschlossene Münzkonvention
machte die Silberwährnng zur
alleinigen Grundlage, und die 1857 zwischen
Österreich und den ZollvcrcinSstaaten
enthielt eine bestimmte Anerkennung der
reinen Silberwährnng. Aber nach den
Milliardenzahlnngen infolge des deutschfranzösischen
Kriegs ging man durch die
ReichSmünzgesetze vom 4. Dez. 1871 und 9.
Juli 1873 zur r e i n e n G o I d w ä h r n n g
über. Aus einem Pfund feinen GoldeS
werden 139 Vs Stück ausgeprägt; solches
Stück hat einen Nennwert von 10 Mk.
Außerdem werden Goldmünzen zu 5 Mk.
(279 aus einem Pfuild) und zu 20 Mk.
(69% aus einem Pfund) geprägt. Der
Gesamtbetrag der Reichssilbermünzen
sollte 10 Mk. pro Kopf der Bevölkerung
nicht übersteigen. Während man Goldmünzen
in großen Beträgen ausprägte,
zog man Silbermünzen ein. Von Anfang
1872 bis Ende 1879 wurden (in Tausenden
Mark)
Goldmünzen Silbermünzen
ausgeprägt . . . 1710 246,g 427 564,2
eingezogen . • • 90948,4 1 080486,1
Es wurden somit 1,627,866,200 Mk. in
Gold mehr allsgeprägt, als eingezogen, dagegen
657,928/8 >0 Mk. in Silber mehr