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Firenze -
Tabak, Wein, Gewebe, gesalzene Fische.
— Der Handelsverkehr betrug (in
Millionen Mark):
1877 1878
Einfuhr . . . 119.4 102,7
Ausfuhr . . . 83, a 70,o
und zwar kommen davon auf die Produkte
der Waldkuttnr 43,» Milt., der Industrie
18,3, der Viehzucht 42,5, der Jagd
und Fischerei 2,5, des Ackerbaus 2,2 Mill.
Mk. Die einzelnen Hauptländer partizipierten
daran 1876 in folgender Weise
(in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Rußland 53,6 32,8
Deutschland 22,o 4,2
Großbritannien.... 10,7 14,o
Schweden und Norwegen 6,5 4,6
Reederei und Schiffahrt bilden in
F. seit alter Zeit einen nationalen Erwerbszweig;
die finnische Flotte zählte
1878: 1997 Schiffe (darunter 30 große
Scedampfer) von 302,796 Ton. Von den
zur See nach F. ein- und ausgehenden
Waren tvnrden bis 1877 etlva 70 Proz.
auf finnischen und nur 30 Proz. auf ausländischen
Schissen verfrachtet. 1878 liefen
ein: 8460 Schiffe von 624014 Tonnen
aus: 8649 - - 629861
Dampferlinien bestehen mit Petersburg,
Stockholnl, Lübeck, Reval, Hull,
Stettin, ebenso auch ans den Seen und
Kanälen. Von den Kanälen stub die
wichtigsten: der Saünakanal (59 km)
mit 28 Schleusen aus dem Sa'ünasee nack
dem Golf von F.; kürzer sind der Konnus-,
Taipale-, Wianto-, Nerkko-, Lempas-
u nd Walkiakoskikanal. — Die E i s e n -
bahnen hatten 1879 eine Länge von 873
km, in welchen ein Kapital von 64 Mill.
Mk. angelegt ist. Sämtliche Bahnen
sind mit Ausnahme der Linie Borgä-Kervo
Eigentum des Staats; Reinertrag
1878: li,2 Mill. Mk. Das Telegraphenamt
ressortiert von der russischen
Regierung; 1877 wurden in 65 Bureaus
219,258 Depeschen, in 114 Postbnreans
2,650,769 Briefe und Postkarten,
3,734,416 Zeitungen und Wertsendungen
im Betrag von 73,7 Mill. Mk. befördert.
Konsulate. Ein Berufskonsnlat besteht
in Helsingfors, Handelskonsulate in:
- Fiume.
Abo, Björneborg, Elenas, Kristinestad,
Nikolaistad, Nhkarlcby, Ulcäborg, Wiborg,
Konsularagcnturcn in: Brahestad,
Gainlakarlcbh, Helsingfors, Jakobstad,
Kotka, Nhstad, Ramno, Tammerfors.
Finanzen. Nach der Abrechnung von
1877 balancierten Einnahmen und Ausgaben
mit 31,9 Mill. Mk. Hauptposten
der Einnahmen: Zölle 9,2 Mill., Eisenbahnen
6 Mill., Branntweinsteuer 3,6,
Grundsteuer 2,3 Mill. Mk.; der Ausgaben:
Eisenbahnen 5,2 Mill., Schuld
3,2 Mill. Mk. Die Besoldungen der Geistlichen
sowie einiger Civilbeamten werden
teils von den Gemeinden, teils vom Ertrag
dafür bestimmter Domänen bestritten.
— Die Staatsschuld wurde hauptsächlich
für Eisenbahnbauten aufgenommen,
doch auch für andres, so 5,i Mill.
Mk. für Ablösung der Lehnsgüter im
Gouvernenient Wiborg. Die Gesamtschuld
betrug 1. Jan. 1879: 47 Mill. Mk.
— Kreditwesen. Es bestehen drei Banken
: die Bank von F. (Kapital: J 2 Mill.
Mk.)nnddieVcreinSbank(3,9Mill.Mk.),
beide emittieren Noten; außerdem die
Nordische Aktienbank (Kapital: 6,6 Mill.
Mk.). Die Bank von F. ist StaatSanstalt
in Verwaltung der Stände; sie hat ihren
Sitzen Helsingfors und Zwciganstalten
in Abo, Wiborg, Wasa, Uleäborg und
Kuopio. — Die seit 1. Jan. 1859 eingeführte
Wechselordnung ist im wesentlichen
gleich der deutschen. — Geld,
Maße, Gewichte. Durch Gesetz vom
9. Aug. 1877 wurde die Goldwährung
eingeführt. Die Mark ist die Einheit und
einem französischen Frank völlig gleich.
Maße und Gewichte sind die alten schwedischen.
Firenze, s. Florenz.
Fiume, Freihafen im Gebiet der ungarischen
Krone, am Quarnerobusen des
Adriatischen Meers und an den Bahnlinien
Laibach - F. und Karlstadt-F.; Station
der Dampfer des Österreichisch-Ungarischen
Lloyd und der Eunard- Linie;
(1869) 13,314 Einw. Deutsches Konsulat
(Amtsgebiet: F. und die Häfen Buccari
und Porto Rê); Hauptzollamt; Handelsund
Gewerbekammer, Handels- und Wechselgericht;
Filiale der Österreichisch-Unga-