Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Großbritannien  (Verkehrswesen).

Es  wertete  somit  (in  Millionen  Mark):
Gesamteinfuhr  Gesaintausfuhr
Aus  den  brii.  Kolonien  1578,8  1220,o
Aus  dem  Ausland.  .  5681,o  2610,o

Zusammen:  7259,8  3830,6
I860  stieg  der  Import  auf  8199,8  Mill.
Mk.,  der  Export  auf  4456,a  Mill.  Mk.;
daran  nahmen  die  Hauptverkehröländer
wie  folgt  teil  (in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr

Deutschland  488  336
Frankreich  •  ....  838  310
Holland  und  Belgien  .  742  300
Rußland  320  146
Vereinigte  Staaten  .  .  2138  616
China  und  Japan  .  .  270  240
Indien  742  672
Australien  512  354
Kanada  264  154

Was  die  Gattungen  der  eingeführten
Waren  betrifft,  so  verteilt  sich  der  Import
folgendermaßen  (in  Millionen  Mark):

1878  1879  1880
Lebensmittel  .  .  .  3088  3212  3380
Rohstoffe  ....  2194  2132  2620
Fabrikate  ....  988  946  1114
Andres  1102  932  1086

Zusammen:  7372  7222  8200
Von  der  Zunahme  im  Export,  welche
negeu  1879:  626  Büd.  BK.  Mnigt,  l»,nmen
  auf  die  Eisenindustrie  178  Mill.  Mk.;
die  Ausfuhr  von  Maschinen  nahm  um
40,  die  von  Werkzcllgen,  Klingen  u.  a.
um  1  Mill.  Mk.  zu.  Bei  den  Produkteil
der  Textilindustrie,  deren  Export  um  238,7
Btill.  Mk.  wuchs,  kommen  davon  auf  die
Baumwollindustrie  allein  231,»Mill.Mk.

V.  Verkehrswesen.
Wasserstraßen.  Die  Länge  alle,
schiffbaren  Flüsse  betragt  3190  km,  bit
Lällge  der  Kanäle  4580  km.
Eisenbahnen.  Am  31.  Dez.  1871
standen  im  Betrieb  28,478  km,  davo,
3494  km  Staatsbahnen.  Die  Einnah
men  beliefen  sich  1879  auf  1187,9  Mill,
die  Ausgaben  auf  594,6  Mill.  Mk.
Die  Post  beförderte  1879—80  ir
13,912  Postämtern  mit  26,753  Postbrief
kastei,:  1128  Mill.  Briefe,  114,458,401
Postkarten  ,  213,963,000  Krenzbandsen
düngen,  130,518,400  Zeitungen,  zusam
inen  1587  Mill.  Gegenstände.

Die  T  e  l  e  g  r  a  p  h  e  n  hatten  42,088
km  Linien,  183,930  km  Leitungen  und
5336  Anstalten,  in  welchen  23,385,416
Telegramiile  befördert  wurden,  davon
19,3  Btill.  in  England,  2,5  Btill.  inSchott
land,  1,5  Mill,  in  Irland.  Die  Einnahmen ­
  betrugen  1878:  26,937,840Mk.,  die
Ausgaben  22,098,420  Mk.  Die  unterseeischen ­
  Leitungen  hatten  eine  Länge  von
1992  km  mit  6359  km  Drähten,  die  unterirdischen ­
  Linien  eine  Länge  von  713  km
mit  15,227  km  Leitungen  ^  die  pneumatischen ­
  Rohre  hatten  eine  Länge  von  44
km.  Die  Gesamteinnahmen  des  P»stund ­
  Telegraphenamts  betrugen  160  Btill.,
die  Ausgaben  130,5  Mill.,  so  daß  ein  Überschuh ­
  von  56,5  Mill.  Mk-  blieb.
Handelsflotte.  Btit  Einschluß
der  Ende  1878  in  britischen  Kolonien
registrierten  Schiffe  (1281  Dampfer  von
176.000  Ton.  ilud  11,451  Segelschiffe
v»it  1,598,000  T.)  ergibt  sich  ein  Schiffsbcstand
  für  G.  von  38,616  Fahrzeugen
von  8,329,000  T.,  während  die  gesamte
europäische  Handelsinarine  80,106  Fahrzeuge ­
  von  15,692,762  T.  zählt.  Noch  auffallender ­
  tritt  diese  Superiorität  hervor,
wenn  wir  die  Dampferflotte  betrachten,
denn  hier  gehörten  von  den  8386  Dampfern ­
  Europas  6107  G.  an,  und  von  dem
gesamten  Gehalt  von  3,550,131  T.  sielen
auf  britische  Dampfer  nicht  weniger  als
2.492.000  T.  Wie  anderwärts,  werden
auch  in  G.  die  Segelschiffe  immer  mehr
durch  den  Dampf  verdrängt.  ES  betrug
der  Tonneugehalt  der

Dampfer  Segelschiffe
1840  :  87533  2  636568
1850:  167398  3  337540
I860  :  452352  4134390
1870:  1111375  4  506318
1879  :  2508102  4  013187
Auch  aus  der  Zahl  der  Mannschaften  läßt
sich  der  Kampf  beider  Schiffsgattungen
um  die  Herrschaft  auf  dem  Meer  erkennen; ­
  dieselbe  betrug  auf  den  Segelschiffen
1860:  145,487  Köpfe,  1879  nur  noch
115,177  Köpfe,  während  sie  auf  den
Dampfern  von  26,105  auf  78,371  Köpfe
stieg.  Wie  erheblich  die  Austreuguugen
sind,  welche  man  in  G.  macht,  um  diese
gewaltige  Flotte  nach  den  jetzigen  Aufor-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.