Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Jà.

die  ihnen  zugewiesenen  Arbeiter  zu  erlegen
haben.  Monopol  der  Regierung  sind  auch  :
das  Sammeln  der  eßbaren  Schwalbennester, ­
  Bereitung  des  Seesalzes,  Ausbeutung ­
  der  Teakwälder  und  Verkauf  des
Opiums.  Den  Absatz  besorgt  für  Rechnung ­
  der  Negierung  die  zu  diesem  Behuf
gegründete  Niederländische  Handelsgesellschaft ­
  (Maatschappij),  welche  zu  diesem
Zweck  große  Auktionen  in  Europa  abhält. ­
  Das  System  hat  sich  aber  durchaus
nicht  bewahrt.  1872  zählte  inan  auf  I.
29.416,800  Kokosbäume  lind  300,743,433
Kaffeesträucher;  die  Reisernte  lieferte  2920
Mill,  kg,  Zucker  138,8  Mill,  kg  Ertrag,
Indigo  300,000,  Thee  916,767  kg.
Der  Viehstand  betrug:  466,400  Büf-(das
  hauptsächlichste  Arbeitstier  der  JaüAncr),
  88,800  SßonieS,  533,000  atm
und  721,300  Kühe.
Verkehrswesen.  Von  Eisenbahnen ­
  waren  1879  im  Betrieb  371  km.
Außer  den  zwei  wichtigen  Verbindungslnnen
  Samarang-Dschogdschokerta  (203
km)  und  Batavia-Buitenzorg  (58  km)
Huu'bc  1879  eine  Bahn  von  Surabaja  nach
-pasuruan  und  Malang  (110  km)  eröffnt, ­
  und  an  Zweigbahnen  in  der  Länge
¡mit  418  km  wird  gebaut.  Das  Budget
für  1880  hat  eine  Summe  von  26,138,997
Mk.  für  Neubauten  ausgesetzt.  Die  P  oft
(I.  gehört  zum  Weltpostverein)  expedierte ­
  in  ganz  Niederländisch-Ostindien
im  innern  Verkehr  4,827,673  Briefe  und
Drucksachen,  im  Verkehr  mit  dem  Ausland ­
  500,117  Briefe  und  48,784  kg
Drucksachen,  außerdem  295,263  Postkarten; ­
  Postmandate  im  innern  Verkehr  8,5
Mill.,  im  äußern  Verkehr  1,7  Mill.  Mk.
Die  Telegrapheulinien  hatten  1877
eine  Länge  von  3521  km  mit  4820  km
Drähten;  104  km  Kabel  bestanden  zwilchen ­
  I.  und  Sumatra.  Außerdem  ist  I.
durch  Kabel  mit  Singapur  und  Port  Darwin ­
  (Australien)  verbunden.  Die  Zahl
aller  1877  in  Niederländisch-Indien  beorderten ­
  Privatdepeschen  betrug  338,449,
davon  im  internationalen  Verkehr40,175  '
858,389  m.
.Lu  Handelsflotte  bestand  1876aut
1384  Schiffen  von  130,266  Ton.,  wovor
a “f  I.  und  Madura  749  Schiffe  vor

78,827  T.  kamen.  In  die  Häfen  von  I
imb  Wdhim  liefen  1875

ein.  .  2045  Schiffe  von  816176  Tonnen
aus  .  2656  -  -  826706
In  alle  niederländisch-ostind.  Häfen  liefen ­
  1876  ein:  7363  Schiffe  von  1,529,458
T.,  aus:  7550  Schiffe  von  1,596,083  T.
Der  Handelswert  aller  ostindischen  Produkte, ­
  inkl.  Kontanten,  belief  sich  1876:
Einfuhr  auf  206,6Mill.,  Ausfuhr  auf  363
Mill.  Mk.  Die  Wareneinfuhr  wertete
193.1  Mill.  Mk.,  davon  auf  Rechnung  von
Privaten  185,6  Mill.,  der  Regierung  7,5
Mill.  Mk.;  die  Warenausfuhr  wertete
349.1  Mill.  Mk.,  davon  auf  Rechnung
von  Privaten  262,i  Mill.,  der  Regierung
87  Mill.  Mk.  Hauptausfuhrartikel  waren ­
  1876  (in  Millionen  Mark):

Kaffee
Zucker
Zinn.
Indigo
Häute

.  133,i  Gewürznelken  u.
.  112,9  Muskatnüsse.  3,2
.  6,i  Reis  ....  1,9
.  5,o  Tabak  ....  40,3
.  2,2  Thee  ....  4,i

Die  Finanzen  von  Niederländisch-Ostindien
  zeigten  im  Budget  für  1879  ein
Defizit  von  14,8  Mill.  Mk.  ;  die  Einnahmen
beliefen  sich  auf  241,  die  Ausgaben  auf
255,8  Mill.  Mk.  Die  Einnahmen  setzten ­
  sich  zusammen  aus  den  Erträgen  und
Verkäufen  von  Kaffee  (1879:  95,5  Mill.
Mk.),  Chinarinde  und  Zinn,  Verpachtung
des  Opiumcrtrags  (ca.  30  Mill.  Mk.),
Zöllen,  Grundsteuer,  Salzsteucr  rc.  —
Kreditwesen.  Eine  Bank,  die  Javasche
  Bank  in  Batavia,  wurde  1829
unter  starker  Beteiligung  der  in  Amsterdam ­
  domizilierenden  Niederländischen
Handelsgesellschaft  mit  2  Mill.  Fl.  (3,4
Mill.  Mk.)  Kapital  auf  Aktien  gegründet. ­
  Ihr  Kapital,  voll  eingezahlt,  beträgt
jetzt  6  Mill.  Fl.  Sie  ist  hauptsächlich  Diskont- ­
  und  Zettelbank  und  hat  Zweiganstalten ­
  in  Samarang,  Surabaya,  Padang
  (auf  Sumatra),  Mankassar  (Celebes) ­
  und  Sul».  Die  Maximalsumme
der  nur  auf  I.  in  Stücken  von  5—1000
Fl.  umlaufenden  Noten  wird  von  Zeit
zu  Zeit  vom  Generalgouverneur  festgesetzt.
Gleichberechtigung  der  Gold  -  und  Silbe ­
  rwäh  run  g  ist  seit  1877  gesetzlich  verfügt. ­
  Rían  rechnet,  wie  in  Hollands  nach
Gulden;fürNiederländisch-Ostindienwcr-18*

            
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