Full text : Preußisches Landbuch

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Jorassche  Familien-Stiftung  begründet,  zufolge  deren  zwei  arme  Waisenkinder ­
  von  seinen  Verwandten  in  die  Anstalten  aufgenommen  werden
sollen.  S.  Brüder-Verein.
St.  Josephi  Stift  zu  Heilsberg.
Eine  katholische  Waisen-  und  Kranken-Anstalt  für  die  Diöces  Ermland,
1859  mit  30  Waisen  eröffnet.  Sie  ist  von  dem  Bischof  Dr.  Geritz
zur  Pflege,  zur  Erziehung  und  zum  Unterricht  katholischer  Waisen  beiderlei ­
  Geschlechts  aus  der  Diöcese  Ermland,  imgleichen  zur  Pflege  und
Heilung  von  Kranken  ohne  Unterschied  des  Religionsbekenntnisses,  Geschlechts ­
  und  Herkommens,  in  dem  bischöflichen  Schlosse  zu  Heilsbcrg
als  eine  katholisch-kirchliche  Anstalt  errichtet  und  mit  35,000  Thlr.  dotirt.
  Sie  steht  unter  der  Oberleitung  des  Bischofs,  welcher  aus  seinem
Dom-Kapitel  zwei  Kuratoren  ernennt;  zur  Leitung  der  Geschäfte  und
Vertretung  des  Hauses  ist  ein  Verwaltungs-Rath  unter  dem  Vorsitz
des  Erz-Priesters  thätig.  Fünf  barmherzige  Schwestern  aus  dem  Orden ­
  des  h.  Vincenz  von  Paula  leiten  die  Anstalt  und  den  Haushalt;
das  Vermögen  der  Anstalt  hatte  sich  bis  Ende  1861  auf  40,000  Thlr.,
die  Zahl  der  Kinder  auf  62  erhöht.  Für  jedes  Kind  muß,  gleichviel,
ob  von  Kommunen,  Korporationen  oder  Privaten  ein  jährlicher  Pensions-Zuschuß ­
  von  15  Thlr.  gezahlt  werden.
Josephinen-Stift  zu  Düsseldorf.
Eine  Unterrichts-  und  Näh-Lehranstalt  für  Mädchen  aus  dürftigen
Familien.  Protektorin  ist  die  Frau  Fürstin  zu  Hohcnzollern-Sigmaringcn.

Josephinische  Kevelaersche  Gesellschaft  zu  Bonn.
Ein  seit  1700  bestehender  Privat-Bercin  zur  gegenseitigen  Unterstützung
und  zur  Beförderung  der  Religiosität.  Er  hat  130  Mitglieder  und
1100  Thlr.  Fonds.
Josephinischeö  Institut  zu  Aachen.
Eine  Anstalt  zur  Aufnahme  von  altersgebrechlichen  und  zum  Brod-Erwerb ­
  unfähigen  Leuten,  zu  Anfang  dieses  Jahrhunderts  begründet.  Es
wurden  damals  die  ersten  Fonds  zur  Errichtung  einer  AufbewahrungsAnstalt ­
  für  alte  und  gebrechliche  arme  Leute  aus  freiwilligen  Gaben
von  Wohlthätern  gesammelt  und  mit  dem  Ertrage  einiger  älteren  Fonds,
welche  bis  dahin  abgesondert  verwaltet  worden  waren,  verbunden.  1804
schenkte  Kaiser  Napoleon  bei  seiner  Anwesenheit  in  Aachen  der  Stadt
zur  Errichtung  von  Armen-Anstalten  zwei  durch  die  französische  Gesetzgebung ­
  Staatsgut  gewordene  Klostergebäude,  (die  des  ehemaligen
Thcrcsianer-  und  die  des  Annunciatcn-Klosters),  die  Kaiserin  Josephine
fügte  dazu  ein  Geldgeschenk  von  16,000  Fr.  Die  Gebäulichkeiten  des
Theresiancr-Klosters  wurden  alsdann  zur  Errichtung  jener  Versorgungs-Anstalt
  für  alte  und  gebrechliche  Leute  verwendet,  und  die  16,000  Fr.,
sowie  die  früher  angesammelten  Fonds  theils  zu  den  Einrichtungskosten,
theils  zur  Dotirung  des  Instituts  bestimmt.  Letzteres  bekam  von  den
gedachten  Umständen  einen  doppelten  Namen:  eS  hieß  „JoscphinischcS
            
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