Full text : Preußisches Landbuch

.796

Stiftsakte  vorgelesen,  ein  von  dem  Testator  angeordnetes  Mahl  ein,
zu  welchem  die  in  Wein,  Kuchen,  Taback  n.  s.  w.  zu  verzehrenden  Beträge ­
  im  Testamente  naiühaft  gemacht  sind.  Dies  zum  Andenken  des
Verstorbenen  gewidmete  Fest  wird  durch  Kanonenschüffc  und  Erleuchtung ­
  des  Stiftsgartens  mit  150  Lampen  verherrlicht.  —  Die  Ueberreste
  des  Stifters  werdeU  aber  nicht,  wie  erzählt  wird,  an  diesem  Tage
neben  der  Tafel  aufgestellt,  sondern  bleiben,  wie  derselbe  es  gewünscht,
bis  zum  Verfalle  des  Sarges  im  Leichengewölbe  stehen  und  sollen  dann
am  St.  Ļaurenztage  unter  einem  im  Fuße  des  Gewölbes  liegenden
Krch'enstein  beigesetzt  werkn."
Wollrauchsches  Legat  zu  Breslau,
von  der  (1864)  f  separjrteg^Wojljhrgu  ch,  geb-  Kleczewska  herrührend. ­
  Sie  vermachte  der  dortigen  jüdischem  Synagogen-Gemeinde  100
Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen  alljährlich  am  Sterbetage
der  Erblasserin  an  eine  arme  jüdische  Familie  vertheilt  werden  sollen.
,  lüpf#  •nCfsi’C  nnomtfîl-J
1??T?s¥P  TO  4'  .1  rn  Woltàsches  Legat,
von  dem  Kaufmann  Gottfr.  Wolter  zu  Bismark  (+  1845)  herrührend, ­
  Kapital  10,000  Thlr.  Die  Zinsen  sind  zur  Unterstützung  armer
über  60  Jahre  alter  und  jüngerer  kranker  und  arbeitsunfähiger  Personen ­
  bestimmt.
Wolter  sches  Stipendium,
von  der  Wittwe  des  ScidenhändlerS  Wolter  geb.  Mauritz  zu  Mollin
1670  gestiftet.  Dasselbe  wird  mit  25  Thlr.  auf  4  Jahre  an  Abkömmlinge ­
  der  Wittwe  Wolter  und  ihrer  beiden  Männer  Martin  Zickcrmann
  und  Joachim  Wolter,  event,  auf  drei  Jahre  an  andere  Wollinsche
  Stadtkinder  oder  Söhne  von  Predigern  der  Synode  Mollin  verliehen. ­
  Kollatorcn  sind  der  Superintendent  und  der  Bürgermeister.
Friedensrichter  zu  Bonn  (t  1856)  vermachte  der  Armenkasse  daselbst,
ebenso  der  Minoritenkirche,  dem  St.  Johann-Hospital,  endlich  dem  katholischen ­
  Waiseuhause  je  300  Thlr.  Ein  Legat  von  200  Thlr.  setzte
der  Erblasser  für  den  dortigen  Veterancn-Vereiu  aus.
Wolters  do  rf  sches  Stipendium,
18.28  bei  Gelegenheit  der  Feier  des  Dienst-Jubiläums  des  Pastors
Wollersdorf  (t  1838)  an  der  St.  Katharinen  Kirche  zu'Salzwedcl
mit  500  Thlr.  gestiftet.  Die  Ziirsen  erhalt  ein  Gymnasiast,  der  sich
durch  Kenntniß  der  orientalischen  Sprachen  auszeichnet.
Mathias  Wred  e,
Bürger  und  Brauer  zu  Magdeburg,  bestimmte  mittelst  Testaments  vom
là.I  Mai  1677  fein  Vermögen  nach  Abzug  einiger!  Legate  zu  einer  milden ­
  Stiftung.'  Die  Einkiinftc  sollen  an  ehrliche  Hausarme,  Bürger
und  Bürgerinnen  in  Portionen  von  nicht  unter  5  Thlr.  des  JahrcS
»  gegeben  und  am  Matthias-  und  Elisabeth-Tage  (24.  Febr.  und  19.
November)  vertheilt  werden.  Die  Stiftung  wird  von  der  Armcn-Di-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.