Full text : Die Zucker-Industrie auf Cuba

Der  Durchschnittswert!)  berechnet  sich  für  die  beiden  letzten  Fahre  ans  etwas
mehr  bez.  etwas  weniger  als  10,8  sh  per  ton,  also  erheblich  mehr  üt%  die
vorgedachte  Angabe,  aber  welliger  als  die  amerikanische  Statistik  ergiebt.
Man  darf  wohl  annehmen,  das;  der  hauptsächlichste  A  heil  der  englischen
Ausfuhr  auf  Kohlen  fällt,  und  cinders  oder  andere  Brennstoffe  für  Euba
und  Portorico  kaum  in  Frage  kommen.  Beigefügt  ist  cinc  Zusammenstellung ­
  der  vorhandenen  Nachrichten  über  die  Kohleneinfuhr  nach  Euba.
Die  vorstehenden  Angaben  gewähren  auch  insofern  nur  einen  ungenügenden ­
  Ueberblick,  als  daraus  auf  keine  Weise  zu  entnehmen,  wie  hoch
¡ici)  mio#  hie  Wen  bet  ßenermin  m  3).=6eiitiier  gnder  beloben.
Summ#»  oebm  iie  einen  906^1^  uon  her  ^chmierißfeit,  mit  melier  hie
^^111^)1^1'  Gnbcsß  qernhe  beanqlid)  her  BminMfe  a"  fmiibîeit  haben,
iwb  micuiel  911(1(11;  iie  an  beböd)%ein  ^0^(1)611  mit  %eiicnmgeii  buben,
welche  eine  verstärkte  Verwendung  von  Brennstoffen  besorgen  lassen.
Eine  noch  größere  Schwierigkeit  aber  haben  die  Pflanzer  und
%übn!imten  Gnbo'Ö  an  beilegn  bei  her  ###,18  w,t  Wcitèf#en,
welche  ihnen  bislang  durch  Sklaven  gewährt  wurden,  welche  aber  fortan
durch  freie  Arbeiter  geleistet  werden  sollen.

15.  Die  Sklaverei  auf  <5uba.
Man  „mfe,  bei  'Prüfern«  der  Ardeiterfeage,  dessen  eingedenk  sein,  das,
die  Sklaverei  seit  mehr  als  drei  Jahrhunderten  in  Cuba  besteht  und  dafe
also  alle  Verhältnisse  der  Wirthschaft  und  des  Verkehrs  damit  fest  verwachsen ­
  sind.  Bekanntlich  verdankt  sie  daselbst  ihren  Ursprung  einer
menschenfreundlichen  Absicht,
Die  Portugiesen  begannen  gegen  das  Ende  des  loten  Jahrhunderts ­
  bald  nach  ihrer  Niederlassung  in  Guinea,  von  den  Negerstammen
des  innern  Afrika  Menschen  zu  kaufen  und  sie  nach  ihren  Colonien  namentlich ­
  nach  St.  Thomas  zu  führen.  In  den  ersten  Jahren  des  l8,  Jahrhunderts ­
  kamen  dann  die  ersten  Schwarzen  nach  Domingo  (damals  Hispaniola ­
  genannt).  Zuerst  im  Jahre  1506  sollen  die  Spanier  von  den  Portugiesen
  Neger  gekauft  und  nach  Cuba  gebracht  haben,  und  zwar  als  Ersah
für  die  eingeborenen  Indianer,  welche  auf  das  Grausamste  behandelt  wurden,
die  schwere  Arbeit  im  Feld-  und  Bergbau  nicht  ertrugen  und  massenhaft
dahingerafft  wurden.  Bartholomaeus  de  las  Casas  in  Madrid  befürwortete ­
  deshalb  bei  der  spanischen  Regierung  die  Einfuhr  von  Negern
nach  den  spanischen  Colonien.  Er  ging  von  der  doppelten  Absicht  ans,
den  Indianern  Cuba's  eine  Erleichterung  zu  verschaffen  und  den  eingejührtcn
  Negern  die  Wohlthaten  der  katholischen  Religion  und  der  europäischen ­
  Cultur  zuzuwenden.  Freilich  wurde  er  darin  bitter  getäuscht,
            
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