Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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der  Unentbehrlichkeit,  ja  Unersetzbarkeit  des  Metallgeldes  entschieden ­
  wird.
16.  Ueber  die  Rolle,  welche  Law  mit  seiner  Bank  und  als
Beherrscher  der  Französischen  Finanzen  gespielt  hat,  können
wir  kurz  sein,  da  die  einschlagenden  Thatsachen  als  solche  noch
keine  Theorie  sind,  und  da  sich  die  erheblichen  Ideen  unmittelbar
in  seinen  Schriften  nachweisen  lassen.  Doch  sei  daran  erinnert,
was  der  Urheber  aller  jener  Experimente  für  eine  Person  gewesen ­
  und  wie  sein  Leben  seinen  öffentlichen  Handlungen
entsprochen  habe.  Unser  Schotte,  der  Sohn  eines  Goldschmieds
zu  Edinburg,  der  mit  seinem  Gewerbe,  der  Uebung  gemäss,
auch  Discontogeschäftc  verband,  zeichnete  sich  schon  früh  in
Dingen  aus,  für  welche  ein  gewisses  Talent  im  Rechnen  erforderlich ­
  ist.  Die  Richtung  dieser  Eigenschaft  bethätigto  sich
jedoch  später  vornehmlich  im  Spiel,  durch  welches  er  sich,
noch  ziemlich  jung,  in  London  ruinirto.  Das  Zubehör  dieser
Daseinsart,  nämlich  das  Spiel  im  Reiche  der  weiblichen  Welt,
zog  ihm  eine  Affaire  zu,  in  der  er  seinen  Widerpart  für  immer
ausstach  und  in  Folge  davon  zum  Tode  verurtheilt  wurde.  Aus
dem  Gefängniss  entkommen,  hielt  er  sich  an  verschiedenen
Orten  des  Festlandes,  namentlich  in  Holland  und  Venedig  auf
und  brachte  sich  wieder  empor,  während  er  zugleich  seine  Aufmerksamkeit ­
  für  die  mannichfaltigen  Verhältnisse  des  Handels
schärfte.  Hiebei  scheint  er  zuerst  die  Idee  gefasst  zu  haben,
die  ökonomische  Welt  durch  Creditoperationen  zu  reformiren.
Das  Spiel  und  die  Speculation  machten  ihn  zum  Millionär,  und
die  Bereisung  der  Hauptstädte,  verbunden  mit  einem  glänzenden ­
  Auftreten  unter  Uebung  jenes  vornehmen  Zeitvertreibs,
brachte  ihn  mit  den  Diplomaten  und  Hofleuten  in  nahe  Berührung. ­
  So  hatte  er  Gelegenheit,  seine  Projecte  bei  verschiedenen ­
  Regierungen  anzubieten.  Die  Erzählung,  wie  er  in
Frankreich  unter  dem  Regenten  zuerst  die  Erlaubniss  zur  Errichtung ­
  einer  Privatbank  erhielt,  bei  welcher  er  seine  eignen
Millionen  einsetzte,  und  wie  er  dann  seine  umfassende  Staatsrolle ­
  mit  seinen  staatlichen  Creditoperationen  und  Handelscompagnien ­
  abspielte,  überlassen  wir  theils  der  allgemeinen,
theils  der  im  engeren  Sinne  finanziellen  Geschichte.  Unsere
Aufgabe  ist  nur  die  Andeutung  von  alledem,  wodurch  die
Theorie  charakterisirt  wird.  Die  Art  aber,  wie  dieser  Schotte
das  Leben  behandelte,  ist  auch  die  Weise  gewesen,  in  welcher
            
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