Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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NORWEGEN  —  Militär  weaen.

Iveichsbankthaler  Zettel  für  1  Thlr.  Species  der  neuen  Bank  gelten.
Zur  Ausführung  dieser  Operation  schrieb  man  eine  ausserordentliche
Steuer  von  2  MdI.  Reichsbankthaler  aus.  —  Das  Mittel  war  drückend,
Allem  das  Ziel  ward  erreicht:  das  neue  Papier  beliaupteto  sich  auf
seinem  vMlen  Nominalweiilie.  Im  Jahre  182.3  war  die  Staatsschuld
bereits  aut  5'820,000,  1842  auf  2'820,Ü00  Spec,  herabgebracht,  und
gegen  Bude  der  40er  Jahre  war  sie  bereits  so  gut  als  vollständig
getilgt,  ja  der  Staat  bosass  überdies  gegen  11  Milk  an  Activen.  —
Die  Staatseinkünfte  stiegen,  (und  zwar  unter  Verminderung  der  Stenersätze)
  von  nicht  einmal  l'/g  Mill,  im  Jahre  1815,  auf  mehr  als  3'A
MdI.  nn  Jahre  1842,  und  es  ergab  sich  ein  regelmässiger  .lahresnberschuss
  von  wenigstens  einer  Milk  Speeies.  —  Der  Storthing  be-(durch
  die  democrat!sehen  Einrichtungen  herbeigeführte)
glückliche  Lage  der  Staatscasse  theils  zu  wirklichen  Verbesserungen,
theds  zur  Verminderung  der  Volkslasten.  So  kam  man  dahin,  dass,
ungeachtet  des  Widerstandes  der  Regierung,  allmählig  alle  dirccteii
Steuern  (seit  1830  auch  die  Grundsteuer)  abgeschafft  werden  konnten.
(Der  ganze  Staatsbedarf  wird  dm-cli  die  Erträgnisse  der  Domänen, ­
  Abgabe  _  von  Fischereien  und  die  Zölle  etc.  gedeckt.)  —
In  späterer  Zeit  wurden  wieder  Aidehen  contrahirt,  aber  wesentlich
für  productive  Zwecke,  für  Einrichtung  einer  ganz  Norwegen  verbindenden ­
  Dampfschifffahrt  (bis  zum  höchsten  Norden),  Anlegung  von
Ipfen,  von  Kunststrassen,  Erbauung  von  Ecuchtthürmen,  Eisenbahnen
Gründung  einer  Hypothekenbank  ii.  dgk  Die  Gosammtscludd  ward
Ende  1853  auf  4'720,000  Species  berechnet,  was  nicht  entfernt  dem
vorhandenen  Activvermögen  gleichkommt.

niilitclrwcscil«  Die  Truppen  sind  theils  geworben,  theils  ausgehoben.
  Jeder  Norweger  ist  dienstpflichtig,  bei  der  Linie  oder  der
Landwehr.  Die  Ausgehobenen  kehren  nach  einiger  Zeit  in  ihre  Ileimath
  zurück,  obwohl  die  Dienstpflichtigkeit  bei  der  Infanterie  5,  bei
der  Cavallerie  und  Artillerie  7  Jahre  dauert.  Wer  nicht  in  der  Linie
dientj  wild  bei  der  Líindwelir  einexerciert.

Linie:  Infanterie,  22  Bataill,  11,924-  1
Cavallerie,  3  .Jägercorps  1,070  >  14,324
Artillerie,  1  Reg.  ,  1,330  )
Landwehr  g^igo
Zusammen  23,484
(pn  eigenthümlichea  Corps  bilden  die  s.  g.  oder  Schlittsohiihläufer;
  cs  sind  mehre  Compagnien  leichter  Infanterie  mit  Büchse
und  einem  8  Fuss  langen  Stock  zur  Erleichterung  des  Laufens  armirt).
Der  König  darf  eine  Garde  von  Norwegischen  Freiwilligen  halten
und  behufs  der  Waffenübungen  3000  M.  alljährlich  aus  einem  Reich
m  das  andere  bringen.  Sonst  darf  kein  schwedischer  Soldat  in  Norwegen ­
  und  kein  norwegischer  in  Schweden  stationirt  sein.
Frederlksstad  mit  Frederikshald,  Aggorshuus  bei
Christiania,  forts  bei  Christianssand,  Bergen,  Drontheiin:  meist  unbedeutend. ­

Marine  (Ende  1851):  2  Fregatten,  4  Corvetten,  1  Brigg,  ß
            
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