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ERSTE PERIODE.
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ie Anregung zur Schöpfung der ersten Dampfschiffahrts-Unternehmuug
in Oesterreich gaben die englischen Schiffbauer John A n d r e w s
und Josef Prichard, welche am 11. April 1828 auf die Erfindung
einer verbesserten Constmctionsart von Dampfschiffen ein ausschliess
liches Privilegium für Oesterreich erworben hatten und nunmehr die
Ausführbarkeit ihrer Erfindung praktisch darthun wollten, um das
Recht der ausschliesslichen Befahrung der Donau mit Dampfschiffen ihrer
Construction in einem von ihnen zu bestimmenden Umfange auf die Dauer
von 15 Jahren zu erhalten. Es galt zunächst den Bau eines ersten, eines
Probeschiffes, oder vielmehr die Herbeischaffung des hiezu erforderlichen
Capitals. Zu diesem Zwecke brachten sie die Bildung einer Actiengesell-
schaft zum Betriebe der Donau-Dampfschiffahrt in Vorschlag, deren Fonds
aus 100.000 fl. C. M., zerlegt in 200 Antheile zu je 500 fl , bestehen, und die
von einem Ausschüsse von 5 Mitgliedern verwaltet werden sollte. Johann Bapt.
Freiherr von Pu thon griff diese Idee auf und förderte dieselbe im Kreise
seiner Geschäftsfreunde, wie er auch bald die hohen und höchsten Kreise
der Gesellschaft dafür zu interessiren wusste.
Man würde jedoch fehlgellen, wenn man in diesem Vorgänge eine
Gründung im modernen Sinne des Wortes erblicken wollte. Die Stelle des
Prospectes vertrat ein Umlaufschreiben, welches in fast dürftigen Worten
die Einladung zum Beitritte zu dem zu bildenden Actienunternehmen enthielt,
über dessen eventuelle Rentabilität auch nicht einmal die leiseste Vermuthung
ausgesprochen wurde. Die Beitrittserklärung sollte erst rechtsverbindlich
werden, wenn die Gesammtzahl der Actien gezeichnet worden, und verpflichteten sich die
Proponenten, an dem Unternehmen nicht allein als Actionäre theilzunehmen, sondern dem
selben auch ihre anderwärts bereits bewährte Leistungskraft zu widmen.