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Die Bedeutung des Tausches im ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß
nur 500 Zentner Rohr, d. h. der Neger braucht nur
25 Tage volkswirtschaftlich tätig zu sein, um das für
den Konsum nötige Quantum an Rohmaterial zu er
zeugen. was er darüber hinaus pflanzt, ist wertlos.
Run ist die Maschine aber nicht nur Ertrag stei
gernd, sondern auch in hohem Maße Arbeit sparend.
Wenn der Neger vorher 50 Tage auf die Fabrikation
verwandte, und die Maschine das in 10 Tagen be
wältigt, welches sind dann die Redingungsgrenzen nach
oben und unten, zu denen der Neger diese 10 tägige
Arbeit zu leisten bereit sein wird?
Ñls er allein war, hatte er den ganzen Ertrag von
100 Zentner, wofür er aber 100 Tage arbeiten mußte.
Daß er für die 35 Tage, die er jetzt zu arbeiten hat,
(25 Tage Pflanzen, 10 Tage Maschinenarbeit) nicht die
ganzen 100 Zentner verlangen kann, ist klar- denn der
Eigentümer der Maschine will für seine kristallisierte
Rrbeit, der allein ja die Ersparnis zuzuschreiben ist,
auch seinen Anteil an diesen 100 Zentnern haben. Für
weniger als seine frühere Tagesleistung, nämlich 1 Zent
ner pro Tag —35 Zentner, wird er auch nicht arbeiten,
denn sonst hätte er beim alten Verfahren bleiben kön
nen. Aber alles was er über diese Rate hinaus be
kommt, ist der Nutzen, den er aus dem Tausch von
bache gegen Arbeit zieht. Angenommen, die Fabrik
gäbe ihm aus dem Gesamtarbeitsertrage von 100 Zent
nern für sein Rohr und seine Arbeit 50 Zentner Zucker,
dann würde das für ihn bedeuten, daß er für eine
35 tägige Tätigkeit so viel bekommen hätte, wie sonst
für eine 50 tägige. Er hätte also 15 Tage gespart,
denn für die 50 Zentner kann er bekanntlich die 5ub-
fistenzmittel für ein halbes Jahr eintauschen, wäh
rend er die andere Hälfte durch 50 tägige Arbeit auf