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Ausschaltung der beiden mittleren Gruppen die Abolitions
bewegung vielleicht zutreffend als ein Kampf „with the gigantic
commercial interests of Liverpool and Bristol and the proprie
tors of the West India plantations“ bezeichnen (Blake, S. 187).
Brougham (IV, S. 493) meint: „The only classes of men who
can be affected by the abolition are the African traders in
the mother country, and the proprietors of plantations.“ Er
setzt noch hinzu: „The European traders may easily find em
ployment in the other branches of domestic and foreign trade. “
Als dieser Ausweg seit Beginn des Krieges mit Frankreich
1793 von den englischen Kaufleuten benützt wurde, war es
nicht zuviel behauptet, wenn man sagte, dafs das Wohl und
Wehe keines einzigen britischen Geschäftszweiges notwendig
von dem Sklavenhandel abhing, was sich allerdings erst aus
den späteren Abschnitten übersehen läfst. —
b) In Amerika.
Hatte England vermöge seiner hochentwickelten Manu
fakturen, der Schnelligkeit seiner Schiffe und wegen des Kredites,
den es länger als andere Händler an der Küste geben konnte,
beim Sklaveneinkauf immer noch gewisse Vorteile vor fremden
Wettbewerbern voraus (Report 89, I), so war es ihm seit 1783
verwehrt, dieselben auszunutzen. Die westeuropäischen Mächte
trieben damals insgesamt jede eine intensive Kolonial Wirtschafts
politik. Jeder Kolonien besitzende Staat ging daran, dieselben
nach allen Regeln des Kolonialsystems auszubeuten, die vor
handenen Plantagen auszudehnen, neue anzulegen und nament
lich den Ein- und Ausfuhrhandel der überseeischen Gebiete
in eigene Hand zu nehmen. Frankreich, Spanien und Holland,
bisher in gröfserer oder geringerer Abhängigkeit von den
britischen Sklavenlieferungen, gaben sich in den 1780er Jahren
Gesetze zu dem Zwecke, ihren eigenen Sklavenhandel durch
Exportprämien, Tonnengelder usw. zu begünstigen und den
der Ausländer, zumeist der Engländer, durch Differentialzölle
oder offene Verbote einzuschränken (Report 89, VI). Für die
englischen Rhederinteressen war dies ein harter Schlag;
gingen doch, wie der dritte Teil lehrte, rund 2 /s ihrer Neger
transporte ins Ausland! Die unmittelbaren Wirkungen dieser
ungünstigen Behandlung britischer Importe waren Absatz
stockungen und Überfüllung der englischen Sklavenmärkte in
Westindien, niedrige Preise und weitere Verschlechterung des
Sklavengeschäftes. Aus der Billigkeit der Sklaven entsprangen
dann alle die Laster, die bereits in den früheren Teilen ge
streift wurden, nämlich grausame Behandlung, sinnlose Steige
rung der Produktion, der Spekulation, Verschuldung, Schleuder
preise für Zucker, Bankerotte usw.
Vornehmlich Frankreich machte damals die gröfsten An-
Forschungen XXV 1 (116). — Hochstetter. 5