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des Weltreichtums, sich einen größeren Anteil zuzueignen,
als ihm nach seinem Grundkapital, der Masse der ge
brauchten Kräfte und des angewandten beweglichen Kapitals
billig zukommt, so ersetzt es dadurch eigene Produktion
ganz oder zum Teil, oder erwirbt ein außerordentliches
Plus, indem es sich den Genuß anderer privativ er weise
anmaßt«. 1 ) Das ist der sog. »Privativhandel« oder die
»Produktion der Vervorteilung«, unter welcher von Kankrin
hauptsächlich der Monopolhandel des Mutterlandes mit den
Kolonien verstanden ist. 2 ) Daneben unterscheidet Kankrin
noch die sog. »Produktion« des Raubes oder der Gewalt,
die sich auf »offenbare Gewalt und militärische Überlegen
heit« gründe, wie z. B. Seeräuberei, die Politik des alten
Rom gegenüber seinen damaligen Provinzen 3 ) u. s. w.
Kankrin geht also in betreff der Beziehungen zwischen
den Nationen ganz im Sinne des Merkantilismus von der
Voraussetzung aus, um mit Voltaire zu sprechen, »qu’un
Pays ne peut gagner sans qu’un autre perde« 4 ), oder, wie
er selbst im »Weltreichtum« sagt: »so wie im gemeinen
Leben kein Vermögen, als auf Kosten andrer erworben
werden kann, •— .. — .. — so geht es auch mit dem Han
del gegen das Ausland«. 5 ) Demnach kann also kein Staat
etwas gewinnen, ohne dass der andere etwas verliert. So
ist denn auch leicht zu verstehen, warum unser Verfasser
von der Privation oder dem Privativhandel und den priva
tiven Gewinnen, ja sogar von der sog. »Produktion« des
Raubes oder der Gewalt spricht. Der Binnenhandel fügt
na ch Kankrin dem Nationalreichtum nichts hinzu; er ist
deshalb in dieser Hinsicht unproduktiv. Nur der Aussen-
bandel vermehrt den Nationalreichtum und wirft ihm pri
vative Gewinne ab.
b Weltr. 28. — 2 ) Ök. 11; Weltr. 28, 117. — *) Weltr. 30. —
4 ) Onck. I. 152. -- 6 ) Weltr. 119/20. Vgl. auch Ök. 23: »Gewinn
ai *f Kosten anderer liegt — . . — . . — in der Natur der menschlichen
Gesellschaft.«