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wähnt, bei den besseren Fabrikaten stark das Ausland bevorzugte, Eingang
zu finden, die Garantie für Reinheit des Fabrikats übernähme, falls solches
mit der Verbandsmarke gedeckt würde. Es wurde demnach beschlossen, daß
eine rothe Marke für Chokoladen- und eine blaue für Kakao-Fabrikate in
runder Form geschaffen werden sollte. Allerdings glaubte man, daß die
Verwendung der Marke nicht an die Reinheit allein, sondern auch an die
Feinheit der Fabrikate gebunden sein sollte, und es wurden daher für die
Verwerthung gewisse Minimalpreise festgesetzt, welche beim Steigen oder
Fallen der Rohmaterialien verändert werden durften. Der Anklang, welchen
die Marke fand, ließ es wünschenswerth erscheinen, eine Ausdehnung auch
auf billigere, aber selbstverständlich auch nur reine Chokolade stattfinden
zu lassen und es wurde deshalb 1887 in Leipzig die Einführung einer
weiteren und zwar ovalen Garantiemarke beschlossen.
Die Verantwortung, welche der Verband durch diese Einrichtung übernahm,
machte es nothwendig, daß regelmäßig von den verschiedensten Mitgliedern
Proben von Fabrikaten entnommen und auf Reinheit chemisch
untersucht wurden. Mit Genugthuung kann hierbei hervorgehoben werden,
daß in den langen Jahren die Verbandsleitung niemals in die Lage kam,
wegen mangelnder Reinheit gegen eines der niit der Marke gedeckten
Fabrikate einzuschreiten. Wenn einige wenige Erinnerungen nöthig wurden,
so beschränkten sie sich ans Verwendung bei unrichtigem Preise oder ungeeigneter
Verpackung.
c.
Brrbandsorgan.
In Stuttgart 1878 tvnrde, um die Mitglieder auf dem Laufenden
über die Verbandsereignisse zu erhalten und die wichtigsten Vorkommnisse
innerhalb der Branche zur Besprechung zu bringen, die Herausgabe einer
„Autographischen Korrespondenz des Verbandes" beschlossen. Ain 2. Oktober
1878 erschien die erste Nummer und behielt Form und Bezeichnung
bei bis III. Jahrgang Nr. 6 vom 11. Februar 1883. — Von Nr. 7 an
erschien das Organ gedruckt als „Korrespondenz" bis zum Ende des XI. Jahrganges,
während von Nr. 1 des XII. Jahrganges die Bezeichnung „Mittheilungen
des Verbandes der Chokolade-Fabrikanten" angenommen wurde.
Das Organ erscheint unter Verantwortlichkeit des jeweiligen Geschäftsführers,
mit der Bemerkung: Nachdruck verboten, als Manuskript gedruckt,
nur für die Mitglieder bestimmt. Seit mehreren Jahren werden auch
Inserate zu mäßigem Preise aufgenommen. Aus der Steigerung der Anzahl
der aufgegebenen Inserate dürfte zu schließen sein, daß die Auftraggeber
nicht ohne Erfolg einrücken lassen. (Bei Bezugnahme auf das Verbandsorgan
wird in den Fußnoten der Kürze halber die Bezeichnung wie folgt geschehen:
statt Mittheilung, Jahrgang, Xl. I.)