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Futtermittel.
Bildung mehrfacher Interzellularräume aneinander und sind mit eigenartigen Membranfalten
ausgezeichnet.
g) Faserzellen der Deckspelze des Dinkels (Fig. 65). Sie haben das Aussehen
von Holzfasern, große Ähnlichkeit mit den Faserzellen der Yorspelze, nur ist ihre Wand
meist dicker als dort, auch sind die Tüpfel recht tief und in außerordentlicher Menge
vorhanden.
Nackt- und Spelzweizen-Mahlerzeugnisse lassen sich von denen des Roggens
durch die starke eckige Tüpfelung der Längszellen unterscheiden, Nacktweizen und
Spelzweizen durch das Fehlen oder Vorhandensein der Spelzen und Klappenteile.
Fig. 64. Dinkel. Schwammparenchym
der Deckspelze in der Flächenansicht.
1 Interzellularräume, t Memhranausstiilpungen.
(Vergr. 220.) Nach
Hauptflelsoh.
Fig. 65. Dinkel. Faserzellen der Deckspelze
Im Längsschnitt; stark verdickt
und mit zahlreichen Tüpfeln im Profil,
f Tüpfel von der Fläche gesehen. {Vergr.
220.) Nach Hauptfleisch.
Grobe Tüpfel in den Querzellen zeigen nebst den Eoggenhaar- und Weizenhaarähnliohen
Haaren das Vorhandensein von Dinkel, zart gebaute, wenig und flach getüpfelte
Querzellen in Begleitung von Weizenhaar-ähnlichen Haaren das Einkorn,
ebensolche Zellen neben Roggenhaar-ähnlichen Haaren den Emmer an.
Gerste.
Von den drei Sorten Gerste, der 6-, 4- und 2-zeiligen Gerste wird vorwiegend
nur letztere in Deutschland und den Nachbarländern angehaut, und zwar die
2-zeilige Gerste, die heim Dreschen nicht aus den Spelzen fällt; nur solche ist
zur Bierbrauerei geeignet, nicht die aus den Spelzen fallende Varietät (Hordeum
nudum) der 2-zeiligen Gerste. Aus dein Grunde hat man es im Handel nur mit der
bespelzten Gerste zu tun, deren Fruchtschale wie hei dem Spelzweizen mit der
darüberliegenden Deck- und Yorspelze innig verwachsen ist; deshalb auch haben
die hei der Verarbeitung der Gerste gewonnenen Abfälle eine andere Zusammensetzung
— sie sind wesentlich rohfaserreicher — als hei Roggen und 'Weizen.