Full text : Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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zahlen.  Russisches  Petroleum  geniesst  einen  Ausnahmetarif,  und
es  wird  dafür  agitiert,  auch  die  andern  ausseramerikanischen  üele,
die  zwar  auch  schon  besonders,  aber  nicht  in  der  bevorzugten
Weise  wie  das  russische,  tarifiert  werden,  des  Genusses  dieses
Ausnahmetarifs  gleichfalls  teilhaftig  werden  zu  lassen.
Die  Schaffung  dieses  Tarifs  scheint  eine  Konzession  mehr
politischer  Art  an  Russland  zu  sein,  wie  denn  überhaupt  die
Bahnen  im  allgemeinen  den  Bezug  von  russischem  Oel  vorziehen.
So  beschaffte  die  Kgl.  Eisenbahndirektion  Berlin  für  die  Direktionen
Berlin,  Bromberg,  Danzig,  Halle,  Königsberg,  Magdeburg  und
Stettin  folgende  Mengen.
Russ.  Petrol.  Oesterr.  Petrol.

1903:  4845  tons
1904:  5538  »
1905:  4848  »

210  tons
I  KO  »
850  »

1906  fielen  von  insgesamt  ausgeschriebenen  5680  tons  zu  der

D.-R.  N.-I.-G.  1800  tons
D.-A.  P.-G.  842  »
Königsb.  Hdls.  Comp.  200  »
den  Galiziern  2  6  so  »
?  188  »
5680  tons

Die  Kgl.  Eisenbahndirektion  Kattowitz  beschaffte  für  die
Direktionen  Posen,  Breslau  und  Kattowitz  im  Jahre  1902  nur
russisches  Oel.  In  den  beiden  folgenden  Jahren  wurden  Versuche ­
  mit  österreichischem  Petroleum  gemacht.  Vom  Gesamtverbrauch ­
  entfielen  auf  diese  Provenienz  1903:  1,29%,  1904:
0,95  %•  Für  das  Etatsjahr  1905  waren  folgende  Quanten  ausgeschrieben ­
  :

Posen
Russ.  Petroleum  520  000  kg
Oesterr.  Petroleum  200  000  »
total  also  russ.  Petroleum  :
österr.  Petroleum  :

Breslau  Kattowitz
1  100000  kg  I  000000  kg
200  000  »  200  000  »
2  620  000  »
600  000  »  =  ,9  22%.

Die  in  der  folgenden  Tabelle  gemachten  Angaben  über  Bedarf ­
  und  Bedarfsdeckung  der  deutschen  Bahnen  entstammen
z.  T.  dem  »Bericht  über  die  Ergebnisse  des  Betriebes  der  Vereinigten ­
  Preussischen  und  Hessischen  Staats-Eisenbahnen«,  zum
andern  Teil  freundlichen  Mitteilungen  der  Ministerien  und  Eisenbahndirektionen. ­

            
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