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also jener Schichten, die sich überall als unfähig zum organisierten
Widerstand gegen übermäßigen Lohiüwuck erwiesen haben. Trotz
der recht ungünstigen wirtschaftlichen Lage dieser Klasse!: iit
Amerika hätte der Gedanke staatlicher Lohnregelung bei der Abneigung
des Amerikaners gegen Staatseinmischung vermutlich
nicht so schnell m:d nicht in solchem Umfange Boden gewonnen,
wem: >:icht die Käuferbünde ihren sehr bedeutenden Einfluß zugunsten
dieser Maßnahme!: in die Wagschale geworfen hätten. Bemerkenstverterweise
ist in den: Vorgehen der amerikanischen
Käuferbünde in den letzten Jahren eine Wandlung von der rein
moralischen Beeinflussung des Marktes durch die Verbraucher zur
Förderung gesetzlicher Maßnahmen zu verzeichnen, und man wird
wohl i:icht fehlgehen, wenn man diese Aenderung der Taktik auf
Mißerfolge der bisherigen zurückführt.
Tie ersten, allerdings noch sehr bescheidenen Ansätze einer
Regelung darf der Staat Massachusetts für sich ii: Anspruch
nehmen. Im Jahre 1911 wurde auf die Eingaben einer Reihe
sozial-politischer Vereine die Einsetzung einer Kommission von
fünf Mitgliedern beschlossen, die die Lohnverhältnisse der Arbeiterinnen
und jugendlichen Arbeiter prüfen und über die Ratsamkeit
der Einsetzung von Lohnämtern zur Untersuchung der Lohnverhältnisse
und Festsetzung von Mindestlöhnen Bericht erstatten sollte.
Die Kommission untersuchte die Arbeitsbedingungen in Konfektionsfabriken,
Wäschereien und Detailgeschäften u::d stellte fest, daß „eine
große Zahl achtzehnjähriger und älterer Frai:ei: zu sehr niedrigen
Löhnen beschäftigt sind. Es ist unbestreitbar, daß ein großer Teil
eine Bezahlung erhält, die für die nötigen Lebensiunterhaltskostcn
nicht ausreicht". Sie empfahl die Einsetzung einer ständigen
Mindestlohnkommission von drei Mitgliedern, die überall,
tvo ihr die Löhne einer beträchtlichen Anzahl weiblicher Angestellter
nicht ausreichend für einen gesunden Lebensunterhalt erschienen,
Untersuchungen veranstalten sollte. Erforderlichenfalls sollte sie dam:
Lohnämter, bestehend aus je sechs Vertretern der Arbeiter und
Unternehmer und mehreren Unparteiische::, einsetzen, die der Kommission
Lohnvorschläge machen sollen. Nachdem die Lohnkom«