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Endlich ist es, wie widersprechend dies auch scheinen
môge, weit bequemer, groBe Warenmengen auf groBen Schiffen
nach gewissen schwer zugânglichen Hâfen zu schaffen, als auf
solchen von geringerem Raumgehalt.
Die Sache liegt aber so: Die Hauptschwierigkeit, die sich
der Schiffahrt entgegenstellt, ist die geringe Tiefe der Fahr-
rinne, der sich der Tiefgang eines Schiffes anzupassen hat.
Nun hat cin Schiff von 2000 t in der Regel einen Tiefgang von
etwa 18 FuB, ein modernes Schiff von 6250 t dagegen einen
solchen von kaum mehr als 23 FuB, Gesetzt nun, zwei Schiffe,
eins von 2000 und eins von 6000 t, befinden sich z. B, vor der
Hafenbarre von Forcados, die nur eine Fahrrinne von 18 FuB
hat, so kann ersteres Schiff mit einer Ladung von hôchstens
2000 t die Einfahrt machen. Das zweîte dagegen kann auf
18 FuB Tiefgang 4000 t tragen und demnach mit einer doppelten
Ladung einfahren,
Wenn man folglich aile Faktoren; Verschiedenartigkeit
der Produkte, beschleunigte Abfertigung und eine Waren-
menge, welche die Benützung groBer sparsamer Schiffe zulaBt,
zusammen ins Auge faBt, erkennt man, daB die Durchfuhr über
Antwerpen einen unmittelbaren EinfluB auf die Frachtsatze
hat, der dem Lande mittelbar wieder zugute kommt.
Aus diesem Grunde allein müBten wir der Güterdurchfuhr
über unseren Hafen aus allen Krâften Fôrderung angedeihen
lassen,
Aber das ist nicht die einzige Seite der Frage; unserer
Industrie ersprieBt auch noch ein unmittelbarer und hand-
greiflicher Vorteil aus der Tatsache, daB Abfahrten um so ôfter
statthaben kônnen, je groBer die zum Versand einkommenden
Warenmengen sind,
1. Gehen wir etwas nâher auf den ersten Punkt ein, der
sich übrigens nahe anschlieBt an das, was wir oben sagten über
die Ersparnis, die der Transport auf groBen Schiffen mit sich
bringt, Eine Abfahrt aus einem Hafen ist erst dann moglich,
wenn die eingehende Warenmenge reichlich genug ist, um den
Beîrachter nicht offensîchtlich im Rückstande zu lassen gegen.
einen Nachbarhafen, über welchen im allgemeinen grôBere
Warenmengen ausgeführt werden,
Ein Beispiel wird dies klarer machen, Antwerpen führt
im Durchschnitt monatlich 1000 t nach Neu-Seeland aus; daraus