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selbst nicht zur Entfaltung gekommen wäre, zu dieser
zu bringen.
Ein Weib muß mich aus freiem Willen lieben, frei
willig und ganz; sie muß sich mir selbst hingeben, nur
dann werde ich sie nehmen. Sie nannten mich bei dieser
Gelegenheit ein verzogenes Kind. Nein, nicht weil
ich die Rolle eines verwöhnten Kindes spielte, nicht
aus Hoffart, nur aus Pflichtgefühl handle ich so Ihnen
gegenüber.
Wenn ein Weib mich nicht mit der ganzen Macht
ihres Wesens liebt, wenn sie nicht in allen Tiefen ihres
Herzens, durch überwältigende Macht zu mir hinge
zogen, liebt — werde ich nicht imstande sein, sie durch
die Verbindung mit mir glücklich zu machen. Ich würde
ihr vielleicht mehr Unglück als Glück bringen. Es gibt
Verhältnisse, bei denen eine gemäßigte Liebe für das
Glück eines Weibes genügt; in den meisten Fällen ist
es sogar so. Es gibt aber auch Lagen — und das ist die
meinige —, in welchen die Liebe des Weibes ein alles
verzehrendes Feuer, welches durch Hindernisse nur ver
stärkt wird, ein unbesiegbarer Orkan, der sich fortwährend
selbst erneut, sein muß, um ewig zu währen und dieses
Weib auch zugleich zu entschädigen für alle Fährlichkeiten,
die es laufen müßte.
Deshalb ist es für mich eine Ehrenpflicht, nur eine
zuverlässige, gigantische, unbezwingliche Liebe anzu-
nehnien. Sonst kann ich nicht von Ihrem Glücke über
zeugt sein, und sicher werde ich lieber tausendmal alle
Annehmlichkeiten des Lebens, so süß sie auch sein mögen,
selbst entbehren, als Ihnen, glückliches und angebetetes
Kind, das ungeheure Unrecht anzutun, das Glück Ihrer