fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

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Belohnung mit sich. Die unvermeidliche Heiligung einer genau 
vertheilenden Gerechtigkeit spricht zum JIuteresse, klärt die öffentliche 
Meinung auf und wird endlich jenen ewig wahren Satz zu allge- 
meiner Geltung bringen, daß der Nutzen nur eine andere Seite der 
Gerechtigkeit, daß die Freiheit die schönste gesellschaftliche Harmonie, 
daß die Billigkeit die beste Politik ist. 
Das Christenthum hat den großen Grundsatz der allgemeinen 
Brüderlichkeit in die Welt eingeführt; es wendet sich an das Herz, 
an das Gefühl, an alle edlen Regungen. Die Volkswirthschaft be— 
weist die Wahrheit jenes Grundsatzes für den kalten Verstand, und 
indem sie die Verkettung der Wirkungen mit den Ursachen zeigt, 
versöhnt sie die Berechnungen des wachsamsten Interesses mit den 
Eingebungen der erhabensten Moral. 
Eine zweite Folge aus dieser Lehre ist, daß die menschliche 
Gesellschaft eine wahrhafte Gemeinschaft ist. Owen und Cabet 
können sich die Mühe ersparen, die Lösung des großen communi- 
stischen Problems zu suchen; sie ist schon gefunden: sie ergiebt sich 
nicht aus ihren despotischen Einrichtungen, sondern aus der natür— 
lichen Organisation des Menschen und der Gesellschaft. Die Natur- 
kräfte, die vereinfachten Verfahrungsarten, die Werkzeuge der 
Produktion, alles ist, oder wird den Menschen gemeinsam, nur nicht 
die Mühe, die Arbeit, die individuelle Anstrengung. Es giebt, es 
kann unter ihnen nur eine Ungleichheit geben, welche selbst die un— 
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heit der Anstrengungen ergiebt. Die Anstrengungen werden zu 
vorher abgemachtem Preise gegen einander ausgetauscht. Alles, was 
die Natur, der Fortschritt der Jahrhunderte und die menschliche Vor— 
aussicht den ausgetauschten Produkten an Nutzen hinzugefügt haben, 
wird obendrein in den Kauf gegeben. Die gegenseitigen Bezahlun- 
gen beziehen sich nur auf die Anstrengungen, seien sie augenblicklich 
unter dem Namen der Arbeit, seien sie schon früher vollendet unter 
dem Namen des Capitals. Wir haben also die Gemeinschaft im 
strengsten Sinne des Worts, wenn man nicht etwa behaupten will, 
daß der persönliche Antheil an den Befriedigungen unter Allen gleich 
sein müsse, obgleich es der an den Mühleistungen nicht ist, — was
	        
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