Full text : Leben und Lehre des Buddha

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III.  Das  Leben  des  Buddha.

ist  eine  Hingabe  an  Selbstpeinigung;  die  ist  schmerzlich,  unedel,
zwecklos.  Ohne  in  diese  beiden  Extreme  zu  verfallen,  ihr  Mönche,
hat  der  Vollendete  einen  Mittelweg  gefunden,  der  die  Augen  öffnet,
der  den  Verstand  öffnet,  der  zur  Ruhe,  zur  Erkenntnis,  zur  Erleuchtung, ­
  zum  Nirvana  führt.  Und  was,  ihr  Mönche,  ist  dieser
Mittelweg,  den  der  Vollendete  gefunden  hat,  der  die  Augen  öffnet,
der  den  Verstand  öffnet,  der  zur  Ruhe,  zur  Erkenntnis,  zur  Erleuchtung, ­
  zum  Nirväna  führt?  Es  ist  dieser  edle,  achtgliedrige
Weg,  nämlich  rechter  Glaube,  rechtes  Sichentschließen,  rechtes
Wort,  rechte  Tat,  rechtes  Leben,  rechtes  Sichbemühen,  rechtes  Gedenken, ­
  rechtes  Sichversenken.  Das,  ihr  Mönche,  ist  der  Mittelweg,
den  der  Vollendete  gefunden  hat,  der  die  Augen  öffnet,  der  den
Verstand  öffnet,  der  zur  Ruhe,  zur  Erkenntnis,  zur  Erleuchtung,
zum  Nirväna  führt.  Dies,  ihr  Mönche,  ist  die  edle  Wahrheit  vom
Leiden:  Geburt  ist  Leiden,  Alter  ist  Leiden,  Krankheit  ist  Leiden,
Tod  ist  Leiden,  Vereinigung  mit  Unliebem  ist  Leiden,  Trennung
von  Liebem  ist  Leiden,  Gewünschtes  nicht  erlangen  ist  Leiden,  kurz,
die  fünf  Elemente,  die  das  Haften  am  Dasein  bewirken,  sind
Leiden.  Dies,  ihr  Mönche,  ist  die  edle  Wahrheit  von  der  Entstehung ­
  des  Leidens:  Es  ist  dieser  Durst,  der  die  Wiedergeburt
bewirkt,  der  von  Freude  und  Verlangen  begleitet  ist,  der  hier  und
dort  seine  Freude  findet,  wie  der  Durst  nach  Lüsten,  der  Durst
nach  (ewigem)  Leben,  der  Durst  nach  (ewigem)  Tode.  Dies,  ihr
Mönche,  ist  die  edle  Wahrheit  von  der  Aufhebung  des  Leidens:
Es  ist  das  völlige  Freisein  von  diesem  Durst,  sein  Aufgeben,
Fahrenlassen,  Ablegen,  Verbannen.  Dies,  ihr  Mönche,  ist  die  edle
Wahrheit  von  dem  Wege,  der  zur  Aufhebung  des  Leidens  führt:
Es  ist  dieser  edle,  achtgliedrige  Weg,  nämlich:  rechter  Glaube,
rechtes  Sichentschließen,  rechtes  Wort,  rechte  Tat,  rechtes  Leben,
rechtes  Sichbemühen,  rechtes  Gedenken,  rechtes  Sichversenken.  „Das
ist  die  edle  Wahrheit  vom  Leiden",  so,  ihr  Mönche,  ging  mir
über  diese  Begriffe,  von  denen  man  vorher  nichts  gehört  hatte,
das  Auge  auf.  ging  mir  der  Verstand  auf,  ging  mir  die  Einsicht ­
  auf,  ging  mir  das  Wissen  auf,  ging  mir  der  Blick  auf.
„Diese  edle  Wahrheit  vom  Leiden  muß  man  verstehen",  so,  ihr
Mönche,  ging  mir  über  diese  Begriffe  usw.  (wie  vorher).  „Diese
edle  Wahrheit  vom  Leiden  habe  ich  verstanden",  so,  ihr  Mönche,
ging  mir  über  diese  Begriffe  usw.  (wie  vorher).  (Über  die  drei
andern  edlen  Wahrheiten  wird  nun  mit  den  gebotenen  Veränderungen ­
  genau  dasselbe  gesagt).  Und  so  lange  ich,  ihr  Mönche,
            
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