Full text : Die Arbeiterfrage

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26,—

Hauer

Ich  hoffe  alsbald  und  wie  es  möglich  ist,
die  Welt  zu  ändern,  denn  es  ist  die  höchste
Zeit.  Ich  bin  hoffnungslos,  wenn  ich  nach
dem  Vorschuß  am  Lohntage  nichts  zu
essen  habe.  (3.)  [B.  S.]

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32,-Berg-




Nein,  es  wird  nicht  besser,  wenn  der
Mensch  sich  nicht  zu  Gott  bekehrt  und
ein  neu  Herz  bekommt.  Ich  bin  nicht
hoffnungslos,  denn  unser  Gott  hat  das
Beste  Was  er  hattes  geopfert  für  die  verlorene ­
  Menschheit,  die  von  Adam  und
Eva  herstammt.  (3.)  [B.  R.]

35

20,—

Bergmann ­


Die  politische  Bewegung  hat  mich  dem
Vagabundentum  entrissen.  Heute  noch  be^
einflußt  sie  meinen  gewalttätigen  Charakter
im  guten  Sinne.  Bin  ich  über  meine  materielle ­
  Armut  einmal  wieder  so  wild,  daß
ich  einen  Werkmeister  oder  Steiger  prügeln ­
  könnte,  so  denke  ich  doch  immer
rechtzeitig  daran,  daß  ich  das  als  Sozialdemokrat ­
  nicht  tun  darf.  Oder  ich  denke
an  die  Zukunft,  und  diese  dämpft  meinen
Rachedrang,  denn  in  der  Zukunft,  und  sei
sie  auch  noch  so  fern,  liegt  meine  Hoffnung. ­
  (1.)  [B.  Schl.]

36

5

27,-Berg-




Hoffnungslos  bin  ich  weil  die  Arbeiter
von  allen  Seiten  werden  gedrückt.  —  weil
die  Arbeiter  überal  für  die  niedrigste  Klasse
gehalten  sind.  (3.)  [B.  S.]

294

Bergmann ­


Bergmann ­


Hauer

Es  ist  noch  lange  abzuwarten  bis  es  für
mich  besser  auf  der  Welt  wird,  so  lange
wie  ich  leben  werde  nicht  mehr  wohl  weil
es  mehrere  Schäferstähle  sind,  und  viele
Hühter,  wenn'  ein  Schaf  stahl  und  ein  Hühter,
  dann  werde  ich  mir  sagen  das  es  auf
der  besser  muß  sein.  (3.)  [B.  S.]
Halte  die  Gewerkschaftsbewegung  für  gut
und  nötig  bin  aber  der  Meinung  das  wir
noch  weit  entfernt  sind  und  ich  vielleicht
keine  Besserung  erreichen  werde.  —  Was
Oberschlesien  anbetrieft,  so  ist  das  Volg
zu  denkfaul  Religiös  Alkoholistisch,  und
zum  lesen  schwer  zu  bewegen  in  der
Schule  zurikgeblieben,  falsch,  und  hinterlistig ­
  gegen  andere  Nationen,  am  schlimsten
  sind  die  Alten  dan  die  vielen  gegnerischen ­
  Organiesationen.  (3.)  [B.  Schl.]
Mit  dem  Erstarken  der  gewerkschaftlichen
und  politischen  Aktion  wird  meines  Erachtens ­
  einst  der  Zeitpunkt  kommen,  wo
der  Aufstieg  zur  sonnigen  Höhe  der  Kultur ­
  vor  sich  geht  ob  durch  Revolution
oder  Evolution  ?  —  Manchmal  bin  Ich  am
Verzweifeln  und  doch  siegt  letztens  die
Vernunft  da  Ich  mir  sage  es  muß  anders
werden  oder  haben  die  großen  Geister  aller
Zeiten  und  Völker  als  Volkserzieher  umsonst ­
  gelebt,  die  da  sagen  über  dem  Wohle
des  Einzeln  steht  das  Wohl  der  Gesammtheit
  ergo  „der  Zweck  der  Arbeit  ist  das
Gemeinwohl“.  (1.)  [B.  S.]

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