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intensive Wirtschaft wie der Europäer in der Nähe der großen
Städte, dem die moderne Technik zur Verfügung steht. Ebenso
nutzt der Kirgise sein Land extensiv aus, wie es der Kolonist in
Argentinien oder in Australien tut. Der Übergang zum Ackerbau
kompliziert, wie erwähnt, die Arbeit der isolierten Wirtschaft:
sie ist gezwungen, mehr Arbeit für die Herstellung von Produktionsmitteln
aufzuwenden, und die Verteilung der Produktivkräfte
wird jetzt eine andere. Dennoch bleibt das Prinzip der
Wirtschaftstätigkeit jedes Subjekts unverändert: die Produktivkräfte
werden so eingeteilt, daß die Bedürfnisse mit größtmöglicher
Kraftersparnis befriedigt werden können.
III.
Die Befriedigung der Bedürfnisse hängt somit nicht nur von
deren Dringlichkeit, sondern hauptsächlich von dem Arbeitsaufwand
ab, der zur Erzeugung der notwendigen Produkte gebraucht
wird. Das Verhältnis der Bedürfnisdringlichkeit und des
Aufwandes zueinander bildet auch das regulierende Prinzip
der Organisation der isolierten Wirtschaften. Die Organisation
der Produktion und die Verteilung der Produktivkräfte in jeder
Wirtschaft werden bei gleichen Produktionsverhältnissen auch
in ganz voneinander isolierten Wirtschaften gleich sein, obwohl
die wirtschaftenden Subjekte dem Anschein nach völlig „frei“
sind.
Infolge der Beschränktheit ihrer Produktivkräfte und ihrer
isolierten Lage kann so eine Wirtschaft ihre Bedürfnisse nicht
mannigfaltig decken. Aber innerhalb der Grenzen ihrer einfachen
Wirtschaft wird sie danach streben, die Bedürfnisse mit möglichster
Kraftersparnis zu decken. Der Einwohner Sibiriens wird
Obst essen, das er in der Natur findet, und keine Treibhäuser
für Obstgärten bauen. Er wird sich Nägel aus Holz und nicht
aus Gold machen, obgleich auch Gold in Sibirien zu finden ist.
Ein hölzerner Nagel kann gute Dienste leisten, wenn auch nicht
so wie ein eiserner oder goldener; da aber der eiserne Nagel
viel Arbeit erfordert, so können die übrigen Bedürfnisse nicht befriedigt
bleiben. Würde die Wirtschaft aber eiserne oder goldene