Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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friedigen;  oder  es  ist  aus  den  Naturalwirtschaften  die  Erzeugung
gewisser  Produkte  ausgeschieden,  die  in  die  Arbeitssphäre  des
Handwerks  übergingen.  In  beiden  Fällen  findet  eine  Änderung ­
  in  der  Organisation  der  isolierten  (Natural-)  Wirtschaften
statt.
Früher  richtete  sich  die  Produktion  nach  den  Bedürfnissen
der  Familienmitglieder.  Waren  dieser  zehn,  so  wurden  Nahrung,
Kleider  und  andere  Produkte  nur  für  zehn  produziert.  Ist  aber
neben  fünf  solchen  Familien  eine  Handwerkerfamilie  mit  ebenfalls ­
  zehn  Personen  entstanden,  die  für  jene  irgend  ein  Produkt
(Schuhwaren)  verfertigt,  so  müssen  die  fünf  Naturalwirtschaften
jetzt  Produkte  nicht  nur  für  sich,  sondern  auch  für  die  Handwerkerfamilie ­
  hersteilen,  d.  h.  jede  hat  jetzt  für  zwölf  Personen
Nahrung,  Kleidung  usw.  fertigzustellen.
Die  Entstehung  des  Handwerks  ist  zweifelsohne  ein  Fortschritt ­
  in  der  Entwicklung  der  Produktivkräfte,  weil  das  Handwerk ­
  andernfalls  gar  nicht  hätte  entstehen  können.  Denn
brauchte  die  Naturalwirtschaft  für  die  Erzeugung  von  Schuhwerk
ebenfalls  soviel  Arbeit,  wie  der  Schuhmacher,  so  würde  sie  das
Schuhwerk  auch  selber  verfertigen.  Es  erhellt  daraus,  daß  das
Handwerk  nur  unter  der  Bedingung  entstehen  kann,  daß  es
erstens  mit  geringerem  Arbeitsaufwand  als  die  Naturalwirtschaften ­
  die  Produkte  hersteilen  kann,  und  daß  zweitens  die  Naturalwirtschaften ­
  imstande  sind,  mehr  Lebensmittel,  als  sie  selber  unbedingt ­
  brauchen,  zu  produzieren,  um  den  Rest  gegen  die  Erzeugnisse ­
  des  Handwerks  austauschen  zu  können.  Daraus  folgt
aber  wiederum,  daß  die  Entstehung  des  Handwerks  eine  Neueinteilung ­
  der  Produktivkräfte  in  der  Naturalwirtschaft  mit  sich
bringt.
Als  Folge  dieser  Neueinteilung  der  Produktivkräfte  in  der
Naturalwirtschaft  erscheint  der  enge  Zusammenhang  zwischen
der  Entwicklung  dieser  Wirtschaft  und  der  des  Handwerks,  was
gewöhnlich  von  denen  übersehen  wird,  die  von  der  Widerstandsfähigkeit ­
  des  Kleinbetriebes  in  der  Landwirtschaft  reden.
Mit  der  Entwicklung  des  Handwerks  beginnt  die  früher  isolierte ­
  Wirtschaft  einen  immer  größeren  Teil  ihrer  Produkte  zu
            
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