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und die menschliche Arbeit wird hauptsächlich darauf verwendet,
den Prozeß der Fruchtbarwerdung des
Bode ns zu beschleunigen. Gleichzeitig vermannigfaltigt
sich die Verarbeitung verschiedener Materialien, um die
verschiedenartigen Bedürfnisse zu decken. So bleibt die Rolle
der Natur immer sich gleich: die Natur ist imstande, für eine
um das Mehrfache größere Bevölkerung als die gegenwärtige
Produkte und Materialien zu liefern; aber um diese Naturkräfte
und den Naturreichtum ausnutzen zu können, muß der Mensch
gewisse Produktivkräfte besitzen, d. h. er muß einen bestimmten
Arbeitsaufwand machen.
Die Naturkräfte sind also fast unbeschränkt; die Natur wird daher
auch nicht als ökonomischer Faktor in Betracht gezogen.
Sie bildet nur die notwendige Voraussetzung der
wirtschaftlichen Tätigkeit des Menschen.
Die Naturbedingungen, unter denen die wirtschaftliche
Tätigkeit vor sich gehen kann, sind aber nicht überall
und nicht immer die gleichen. Wir haben schon
darauf hingewiesen, daß die Zunahme der Bevölkerung sie veranlaßt,
sich zu zerstreuen, zu weniger produktiven Wirtschaftssystemen
überzugehen und minder fruchtbare Böden zu bebauen.
Der Unterschied in der Bodenqualität einzelner Grundstücke macht
sich in einer Nomadenviehwirtschaft weniger fühlbar als beim
Übergang zum Ackerbau. Auf einem schlechteren Boden kann
man allerdings das Vieh nur in geringerer Zahl oder eine kürzere
Zeit weiden lassen. In viel bedeutenderem Maße hängt aber die
Arbeitsproduktivität des Ackerbauers von den Naturbedingungen
ab: die Menge des Getreides, die man auf einem Acker erhält,
wird zum unmittelbaren Maß der Bodenfruchtbarkeit. Während
aber bei Nomadenackerbau der Unterschied in der Bodenfruchtbarkeit
sich nur in der Dauer der Bewirtschaftungsperiode
einzelner Grundstücke äußert, indem die minder fruchtbaren
Böden rascher verlassen werden, als die besseren, führt
derselbe Unterschied in der Bodenfruchtbarkeit bei einer ansässigen,
Ackerbau treibenden Bevölkerung zur Entstehung von
neuen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen.