Full text : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil  II.  Korn-Giroverkehr.

apTÓpaç  €ß00|LHiKOVTa  TpÍTOV  T£TpaKaieiK[o](JTÓv,  iLy  xXri-[p]oúxuJV
  BepviK(íòoç)  (nupoû  dpTaßag)  Ht]  C',  TeXuuvi-K(fîç)
  àTeX(fciaç)  Âôpiavfi[ç  (nupoO  dpTdßag)  kò"],  où(Tia[ç]
pio'8(iju8eícniç)i  (írpóiepov)  ’louXíou  ’A(JK[Xri]7riáòou  (îrupoO
dpTaßag)  a  fn,  ’A-rroXXujviáòoç  KXripoú(xu)v)  (irupoO  àp-Tdßag)
  ß  TÍívovTai)  aí  Tr(poKeí(ievai).  Kaí  kò  òià  KXr|-poúx(ajv)
  (iTupoO  dpTaßag)  ò  (npicru)  iß",  Kai  Kpi8fiç  dpTaßag
TpiÓKOVTa  ÔKTÙJ  bípoipov,  T(ívovTai)  (iTupoO  dpiaßai)  b  (fí|iicru)
iß",  Kpi8(nç)  (dpxaßai)  Xrj  ß’.  KtX.
In  den  Genetiven  TeXujviK(TÎç)  dTeX(eíaç)  'Aòpiavfi[ç]  können
unmöglich  die  Zahler  stecken,  denn  die  reXeuviKn  dréXeia  ist  eine
Steuerart2.  Folglich  ist  öirep  davor  zu  ergänzen,  und  es  ist  zu
erklären:  „für  Rechnung  des  Etats-Einnahmetitels  mit  der  Überschrift ­
  ‘xeXujviKnç  dxeXeíaç’“.  Ebenso  ist  oùffia[ç]  |iiff8(uj8eíô‘r|ç)  kxX.
zu  erklären  :  „für  Rechnung  des  Etats-Einnahmetitels,  durch  welchen
die  Pachtzinsen  für  die  früher  dem  Julius  Asklepiades  gehörige
(durch  den  Staat  inzwischen  konfiszierte)  Gutswirtschaft  vereinnahmt
werden“.  Wenn  aber  in  diesen  beiden  Fällen  die  Genetive  auf
den  Empfänger  (das  Einnahmekonto)  hinzielen,  muß  dasselbe  auch
bei  den  Genetiven  KXri[p]oúxa)v  BepviK(íòoç)  und  ’ATToXXouvidòoç  xXppoij(xu)v)
  der  Fall  sein.  Der  Lehenzins  der  Eiern  dien  wurde  dorfweise ­
  getrennt  in  den  Etats-Einnahmekonten  vereinnahmt.
Unmittelbar  darauf  aber  fährt  der  Papyrusschreiber  fort:  Kai
xf)  KÒ  bià  KXripoiJx(ujv).  Hier  wendet  er  plötzlich  seine  Blicke  von
den  Einnahmetiteln  fort  und  richtet  sie  auf  den  Zahler.  Dieses
Hin-  und  Herblicken  der  Papyrusschreiber,  bald  auf  den  Zahler,
bald  auf  den  gleichbenannten  Einnahmetitel,  verursacht  in  den
Urkunden  öfter  jene  Zweideutigkeit,  die  für  uns  heute  eine  Quelle
von  Schwierigkeiten  und  Mißverständnissen  geworden  ist.
Um  aber  nochmals  zu  zeigen,  daß  tatsächlich  der  bloße  Genetiv ­
  statt  ímép  mit  dem  Genetiv  im  Sinne  von  „für  Rechnung
des  Etats-Einnahmetitels“  gemäß  den  Ausführungen  des  Abschn.  36
stehen  kann,  mögen  noch  folgende  Beispiele  herausgegriffen  und
einander  gegenübergestellt  werden:
Ostr.  II  123  (123  n.  dir.)  :  AiéTpavp(ev)  TT[a]xvoûjLiiç  Oaviúqpeujç  pr)-(xpòç)
  TaxopxßfiKK;  XaoT(paq)íaç)  xoû  eßbopou  exouç  'Abpiavoû
Kaíaapoç  xoû  Kupíou  kxX.
'  oòaíaç  pio6(  )  Grenfell  und  Hunt.  Wilcken,  Archiv  I  S.  552,  vermutet ­
  où(Tia[K(â)v)]  |uia0(iuT0)v).  Obige  Ergänzung  setze  ich  versuchsweise.
*  Grenfell  und  Hunt,  P.  Fay.  40  Einl.  ;  82,  14  Anm.
            
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