Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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und  der  Anfertigung  der  Stofffchuhe  auch  Holzfohlen  verwandt.  Nachdem
fpäter  in  Barmen  einige  geeignete  Lehrkräfte  gewonnen  waren,  wurden
die  Kurfe  unter  Leitung  derfelben  fortgefebt.  Diefelben  waren  gut  befucht;
es  nahmen  durchfchnittlich  20  Perfonen  daran  teil.
Der  Kleiderhammer  brachte  der  1.  Dezember  1916  die  unangenehme
Notwendigkeit  eines  Umzuges.  Die  Reinshagenfdie  Fabrik  war  anderweitig ­
  vermietet.  Es
erfolgte  die  Ueber-|iedelung
  nadi  Mühlenweg ­
  31a  in  die
Fabrik  des  Herrn
Genck,  welcher
entgegenkommend
einen  großen  Saal
unentgeltlich  zur
Verfügung  ftellte.
Ende  Dezember
1916  wurde  die
Verwertung  alter
Kleider  feitens  der
Reichsbekleidungs-|telle
  den  Städten  zur  Pflidat  gemacht.  Von  der  ftädtifchen  Bekleidungsftelle
  wurde  die  Verarbeitung  und  der  Verkauf  der  getragenen  Sachen
der  Wohlfahrtzentrale  bezw.  dem  mit  ihr  durch  Arbeitsgemeinfchaft  verbundenen ­
  Nationalen  Frauendienft  überwiefen.  Die  Kleiderkammer  wurde
1917  in  die  geräumige  erfte  Etage  des  Doppelhaufes  Wegener|tra|?e  4  und
Wertherftr.  15  verlegt,  nur  die  Annahmeftelle  für  getragene  Sachen  wurde
im  Leihaus,  Cleferftr.  26,  eingerichtet.  Die  im  Abfchätjen  erfahrenen  Beamten ­
  des  Leihaufes  wurden  mit  der  Schälung  beauftragt;  es  konnte  auch
an  Ort  und  Stelle  eine  Desinfektionskammer  eingerichtet  werden.
Der  Wohlfahrtzentrale  gelang  es  audi,  von  dem  Kriegsbekleidungsamt ­
  Münfter  bezw.  der  Reichsbekleidungsftelle  eine  grofie  Anzahl  nicht
ganz  vorfchriftsmäfiiger  Militärftiefel  und  Strümpfe  für  Erwachsene  und
Kinder  zugewiefen  zu  erhalten,  welche  in  der  Kleiderkammer  zu  äu^erft
günftigen  Preifen  verkauft  wurden.  Eine  in  neuerer  Zeit,  während  des
Druckes  diefes  Berichtes,  am  9.  Juli  1917  veranftaltete  Kleiderfammlung  ergab:
407  Frauenkleider,  5473  Kinderkleider,  137  Herrenkleider,  103  Knabenkleider,
171  Paar  Schuhe,  486  Stück  Wäfche  und  2899  verfchiedene  Kleidungsftücke.

Lehrftube  für  Schuhflickerei.
            
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