Full text : Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

VIII

Meine  Arbeit  umfasst  zwei  Teile,  von  denen  der  erste,
kürzere  die  Anfänge  der  Familie  in  Nürnberg  behandelt.  Die
meiste  Ausbeute  bot  hierfür  naturgemäss  das  Kgl.  Kreisarchiv
in  Nürnberg,  wozu  ergänzend  das  Kgl.  Bayerische  Allgemeine
Reichsarchiv  und  die  Kgl.  Hof-  und  Staatsbibliothek  in  München
traten.  (Cgm  =  Codex  germanicus  Monacensis.)
Der  zweite  umfangreichere  Teil  beschäftigt  sich  mit  der
Geschichte  der  Paumgartner  in  Augsburg.  Neben  dem  Stadtarchiv ­
  in  Augsburg  bot  hier  vor  allem  das  k.  k.  Statthaltereiarchiv ­
  in  Innsbruck  mit  seinen  Copialbüchern  (Cop.)  reiches
Quellenmaterial.  In  diesem  zweiten  Teil  war  besonders  bei  der
Persönlichkeit  Hans  Paumgartners  d.  J.  länger  zu  verweilen
und  seine  Betätigung  auf  den  verschiedensten  Gebieten  des
öffentlichen  Lebens  zu  schildern.  Für  den  Verfall  der  Familie
unter  Hans  Paumgartners  Söhnen  konnten  einige  Archivalien
des  Kgl.  Bayerischen  Geheimen  Staatsarchivs  benützt  werden.
In  einem  Anhang  wurde  sodann  noch  einer  Familie  gedacht,
die  in  der  Handelsgeschichte  bisher  überhaupt  nicht  genannt
wurde,  weil  sie  das  Schicksal  hatte,  mit  der  Augsburger  Familie
zusammengeworfen  zu  werden.
Es  ist  mir  schliesslich  noch  eine  angenehme  Pflicht,  allen
den  obengenannten  Instituten,  die  mich  bei  der  Sammlung
des  Quellenmaterials  unterstützten,  den  geziemenden  Dank
auszusprechen.
Erwähnt  sei  nur  noch,  dass  die  Paumgartner  von  Augsburg,
bevor  sie  zum  Gegenstand  historisch-kritischer  Darstellung
wurden,  eine  dichterische  Behandlung  fanden.  Gutzkow
hat  sie  zum  Mittelpunkt  seines  fünfbändigen  Romans  „Hohenschwangau“ ­
  Leipzig  1867  ff.  gemacht.  Der  Dichter  hat  zu
diesem  Werk,  wie  schon  der  Untertitel  „Roman  und  Geschichte“
besagt,  nicht  unbeträchtliche  historische  Vorstudien  getrieben
und  deren  Resultat  in  den  jedem  Band  beigegebenen  „Anmerkungen“ ­
  niedergelegt.  Ich  verdanke  denselben  manchen
wertvollen  Hinweis.

Dr.  Wilhelm  Krag.
            
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