Full text : Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

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Zugstab.  Sicherung  der  SchieneuübergLnge.

Im  Gegensatze  zu  dem  eben  erörterten  Sicherungsverfahren,  das  znr  Zeit  wohl
das  Beste  darstellt,  was  auf  diesem  Gebiete  sich  hat  erreichen  lassen,  sei  hier  noch  kurz
einer  Einrichtung  gedacht,  wie  sie  auf  schwach  befahrenen  eingleisigen  Strecken  englischer
Bahnen  in  Benutzung  steht.  Sie  zeichnet  sich  ebenfalls  durch  große  Sicherheit  für  den
Zuglauf  aus.  Statt  der  kostspieligen  Blockwerke  wird  hier  ein  einfacher  Metallstab  von
30—40  cm  Länge  benutzt.  Für  jede  durch  zwei  Stationen  begrenzte  Strecke  ist  nur
ein  solcher,  deutlich  bezeichneter  „Zugstab"  (train  statt)  vorhanden.  Wird  die  Strecke
nicht  befahren,  so  liegt  der  Stab  in  einer  der  beiden  Signalbuden  jener  Strecke.  Ohne
ihn  darf  kein  Lokomotivführer  abfahren  und  der  Signalwärter  wiederum  darf  einem
Zuge  nur  dann  das  Ausfahrtsignal  geben,  wenn  er  sich  zuvor  überzeugt  hat,  daß  der
Führer  im  Besitze  des  Stabes  ist.  Da  nur  ein  Stab  vorhanden  ist,  so  können  niemals
zwei  Züge  gleichzeitig  auf  dieser  Bahnstrecke  sein;  Zusammenstöße  sind  also  nicht  möglich.

Natürlich  ist  ein  solches  Verfahren ­
  nur  auf  Bahnen  mit
wenigen  Zügen  möglich.  Es
bildet  somit  einen  Gegensatz
zu  dem  vorhin  beschriebenen
der  Berliner  Stadtbahnen.
Sicherung  der
Schirnenübrrg  äuge.
Zum  Schlüsse  sei  noch
der  Sicherung  der  in  Schienenhöhe ­
  liegenden  Wegübergänge
gedacht.  In  England  sind
solche  selten  und  bedürfen  besonderer ­
  behördlicher  Erlaubnis ­
  zu  ihrer  Anlage.  Die
meisten  Wege  sind  deshalb
mittels  Brücke  über  die  Bahn
geführt,  in  den  Auftragsstellen
unter  ihr  her.  Die  dadurch
mit  bedingten  höheren  Anlagekosten ­
  jener  Bahnen  werden ­
  durch  die  größere  Sicherheit ­
  und  geringere  Zahl  von
Unglücksfällen  reichlich  ausgewogen. ­
  Wo  Schieneuübergänge
  vorkommen,  müssen  sie
besonders  durch  Schranken  „  „
und  Mastensignale  gesichert  sein,  und  zwar  derart,  daß  das  Fahrsignal  nur  der  geschloffener
Schranke  gezogen  werden  kann.  Offene  Schranken  halten  das  Signal  aus  „Ha
verriegelt.  Die  geschlossenen  Schranken  (Abb.  330)  werden  nach  Barry,  Raüway
Appliances,  in  ihrer  Lage  durch  Daumen  gesichert,  welche  aus  einem  m  die  Erde  gelassenen ­
  eisernen  Kasten  hervortreten  (Abb.  331).  Vielfach  sind  die  Thorschrankeu  so
gebaut,  daß  sie  bei  „Fahrt"  die  Zugangswege,  bei  „Halt"  die  Gleise  absperren  Um
den  Fußgängerverkehr  nicht  zu  sehr  zu  hindern,  sind  an  belebteren  Wegen  Drehkreuze
neben  die  Schranken  gesetzt,  welche  vom  Wärter  ent-  und  verriegelt  werden.
In  Deutschland  bilden  Wegübergänge  in  Schienenhöhe  die  Regel.  UngluckSsaue
durch  Überfahren  von  Fuhrwerken  (bei  offenen  Schranken)  sind  leider  keine  zu
Seltenheit.  Nach  deutscher  Vorschrift  sollen  die  Schranken  drei  Mrnuten  vor  Ankuns
eines  Zuges  geschlossen  werden.  Das  auf  S.  280  genannte  Läutewerk  ö"g  z
Streckenpersonale  das  bevorstehende  Nahen  des  Zuges  an,  "der  bei  langen  Strecken  ff
das  Läutesignal  bei  dem  weiter  vorgelegenen  Wärter  zu  früh  sur  das  ©  h

329.  Nusfahrtsignai  mit  rilktrischer  Nnsiöseimrrichtniig.
            
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