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Gutes« bringe, die jedoch »theoretisch ermessen«, faktisch
aber nicht festgestellt werden könne. 1 )
Die Bevölkerung habe »eine natürliche Tendenz« sich
zu vermehren, insbesondere in ihren unteren Klassen. Daß
dabei aber die Bevölkerung die »Tendenz die Subsistenz
mittel zu überschreiten« hätte, wie das Malthus behauptet,
könne Kankrin nicht zugeben.
Die Not unter den ärmeren Klassen sei zwar sehr
groß, aber diese Klassen suchen nicht selten dem Übel eben
durch die Vermehrung ihrer Familienmitglieder abzuhelfen,
»denn ein Verheirateter, wo Frau und Kinder mitarbeiten,
schlägt sich oft noch eher durch.« 2 ) Übrigens sagt unser
Autor noch ganz treffend: »Wo hätte man im kultivierten
Zustand Mangel an Lebensmitteln selbst bemerkt, wenn
auch die Mittel sie zu kaufen fehlen.« 2 ) Lebensmittel sind
also durchaus vorhanden, nur haben die ärmeren Klassen
keine Mittel sie zu kaufen.
Mit dieser Bemerkung war Kankrin an den Kern der
Sache angelangt, leider verstand er es nicht, daraus die
richtigen Schlüsse zu ziehen.
IV. Kapitel.
Kankrins Geldlehre.
^)er Geldlehre wendet Kankrin seine besondere Auf
merksamkeit zu. Vor allem berücksichtigt er im »Welt
reichtum« das Papiergeldwesen, wozu er durch die Ver
hältnisse veranlaßt sein mochte, welche in der damaligen
Finanzwirtschaft Rußlands herrschten und welche zu ver
bessern er bald als Finanzminister berufen werden sollte.
Auf die reformatorische Tätigkeit Kankrins auf diesem Gebiet
werden wir bei der Betrachtung seiner finanzwirtschaftlichen