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Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

Monograph

Identifikator:
1000912612
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19383
Document type:
Monograph
Author:
Leitner, Friedrich http://d-nb.info/gnd/139681477
Title:
Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe
Edition:
Siebente, vermehrte Auflage
Place of publication:
Frankfurt a. M.
Publisher:
J. D.Sauerländers Verlag
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 384 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Abschnitt. Einleitung
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Einleitung
  • II. Abschnitt. Die Materialkosten
  • III. Abschnitt. Die Arbeitskosten
  • IV. Abschnitt. Die allgemeinen Kosten (Unkosten)
  • V. Abschnitt. Die Abschreibung
  • VI. Abschnitt. Normalkalkulationen, Rentabilitätsrechnungen, Gründungsvoranschläge
  • VII. Abschnitt. Selbstkostenbrechnung in einzelnen Gewerbegruppen
  • Index

Full text

27 
Anschauung kennen zu lernen und sich ihnen anzupassen. Er 
vertreibt seine Fabrikate unmittelbar an die Konsumenten (z. B. 
als Versandgeschäft), errichtet Fabrikniederlagen in den wichtigsten 
Verbrauchsorten; ein Teil der Umarbeitung oder gar der Erzeu 
gung der Rohstoffe wird im eigenen Betriebe besorgt. Dieser Unter 
nehmer kauft im großen ein gegen Barzahlung, daher billiger; er 
verfügt über technisches Wissen und ist deshalb nicht ausschließlich 
vom guten Willen oder dem Können fremder Leute abhängig. 
Ein anderer Betrieb derselben Branche ist wesentlich ungünstiger 
gestellt. Das Unternehmen arbeitet mit fremdem Geld, infolgedessen 
wird ein Teil des Betriebserfolges auf Zinsen verbraucht, 
die bei geringer Kreditfähigkeit höher sein werden. Der Betrieb 
liegt in der Stadt, daher teure Arbeitskräfte, in ungünstiger 
Verkehrslage, daher teure Transportkosten x ). Die Betriebskraft ist 
wesentlich teurer; der Verkauf erfolgt durch Kommissionäre, 
Reisende, infolgedessen hohe Verkaufsspesen; unter dem Druck der 
Konkurrenz müssen längere Kreditfristen insbesondere durch Teil 
zahlungen in längeren Terminen bewilligt werden, was Verluste 
zur Folge hat; vielfach sind Unternehmungen zu groß und zu 
teuer gegründet, was erhöhte Selbstkosten bedingt. Kurz, die Einzel 
betriebe sind in finanzieller und technischer Beziehung durchaus 
verschieden. Jede Unternehmung hat, betriebswirtschaftlich be 
trachtet, ein eigenes individuelles Leben. Das sind Gründe genug, 
die jeden Unternehmer veranlassen sollten, selbst zu kalkulieren 
und nicht nach den Preisen der Konkurrenz zu verkaufen. 
Ist der Verkaufspreis so gering, daß er keinen Gewinn übrig 
läßt und ist wegen des Wettbewerbs eine Besserung nicht zu erwarten, 
so muß eben versucht werden, die Herstellungskosten zu verringern 
durch billigeren Einkauf des Materials, technische Verbesserungen, 
bessere Organisation des Verkaufes und des Betriebes, Herabdrücken 
der allgemeinen Kosten usf. Auch dies ist vielfach nur möglich 
an der Hand einer zuverlässigen Selbstkostenberechnung. Wie wenig, 
und wie falsch kalkuliert wird, dafür bilden die sonderbaren 
Submissionsblüten * 2 ) einen Beweis für viele andere. Die 
') So rechnete man in Rheinland-Westfalen 28—30°/o der Gestehungskosten 
des Roheisens auf Fracht, in England (Cleveland) hingegen nur 8—10°/o. 
2 ) 1908 wurden bei der Vergebung der Bauarbeiten für einen 3,5 km langen 
Tunnel zwischen Schlüchtern und Flieden (Bahnstrecke Frankfurt—Bebra) von 
einer Firma 14,9 Mill., von einer anderen 4,385 Mill. Mark gefordert. Zwar 
sind gerade im Tiefbau die unvorhergesehenen Ereignisse sehr zahlreich (Witte 
rung, Gesteinsart u. a. m.) und ein exakter Kostenvoranschlag schwer möglich. 
Doch ist der Unterschied von 10 */* Mill. Mark doch zu groß, um durch diese 
Umstände gerechtfertigt zu sein. Über andere Submissionsergebnisse (50 Bei 
spiele) berichtet Haeder, Die Preisbildung in der Maschinenindustrie. Wies 
baden 1911. (Heidelberger Diss.)
	        

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Die Selbstkosten-Berechnung Industrieller Betriebe. J. D.Sauerländers Verlag, 1921.
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