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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

36 
Hautgattungen gemeinsamen Merkmalen oder Unterschieden, welche bei 
der Preisbildung und Verwendung einer Hautart eine wichtige Rolle 
spielen; es sind dies die Momente des Alters, des Geschlechtes, der 
Farbe J ), der Herkunft und Aufzucht^), endlich der Art der Konser 
vierung, letzterer Punkt, wie wir sehen werden, wichtig auch im Zu 
sammenhang mit der wirtschaftlichen Organisation der Gerberei, und 
neuerdings mit hygienischen und sanitären Problemen. 
So lange der junge Organismus noch im Mutterleibe sich befindet 
und noch nicht zu selbständiger Existenz gelangt ist, so lange also auch 
die natürliche Decke desselben noch mehr phylogenetische Bedeutung als 
die Funktion des Schutzes hat, zeichnen sich Haut- und Haarkleid durch 
besondere Feinheit, Dünne, Weichheit aus, ein Grund hoher Wert 
schätzung dieser Hautmaterialien für besondere Zwecke. Die Strümpfe 
der Eskimos sind gearbeitet aus den Fellen der neugeborenen See 
hunde 3), in der Ukraine werden die ungeborenen Lämmer zur Erzielung 
feinen Pelzwerkes aus dem Mutterleibe geschnitten 4 ), und die Kalmücken 
und Tataren legen großen Wert auf die Behandlung neugeborener 
Lämmer zur Erzielung einer ähnlichen geschätzten Handelsware °); das 
Mittelalter benutzte das seine Pergament aus der Haut der unzeitigen 
Frucht, welche gelegentlich beim Schlachten einer trächtigen Kuh anfiel 6 ), 
ebenso lieferte die Haut ungeborener Lämmer ein, wegen seiner Feinheit 
geschätztes Schreibmaterial 7 ), und auch feine Trommelfelle werden bis 
weilen aus der Haut ungeborener Kälber gefertigt s ). 
Die Glacegerberei kennt ebenfalls solche Hautmaterialien. In 
Lüttich wurden die tot geborenen Kalbfelle mit den Haaren in einer 
Präparation von Alaun gegerbt, eine Operation, welche man passer 
es blanc nannte, und welche ein geschätztes biegsames Leder lieferte, 
um daraus Westen für die Gerber zu machen 9 ); endlich mögen auch 
die feinsten französischen Handschuhe, welche man in Eier- und selbst 
in Nußschalen verkaufte 10 ), aus solchem Material hergestellt gewesen sein. 
Je nachdem dann weiter die jungen Tiere nur mit Milch genährt 
wurden oder vor der Schlachtung bereits zu anderen Nährsubstanzen 
übergegangen sind, ergibt sich eine verschiedene Beschaffenheit der Haut, 
eine Tatsache, welche in manchen Gegenden durch eine besondere Nomen 
klatur, wie Räuplinge, Fresser, zum Ausdruck gebracht wird. 
Der grundsätzliche Unterschied zwischen jungen und älteren Tieren, 
st Vgl. Deutsche Gerberzeitung 1903, Nr. 99. 
st Vgl. Schuh und Leder 1901, Nr. 2, 23—25. 
st Cranz 1770, Bd. I, S. 183. st Rüst 1814, S. 338. 
st Ebenda. st Schauplatz 1775, Bd. II, S. 286. 
st Wattenbach 1871, S. 81. st Brüggemann 1857, S. 80. 
st Bormans 1863, S. 233. 'st B. d. Erf. 1874, S. 426.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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