Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Full text: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
  • II. Zivilrecht

Full text

J. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte. 
eingepflanzten ewigen Recht gar keinen rationellen Boden, so rationalistisch sie sich auch 
gebärdete; denn sie widersprach dem Menschenleben als einer Kulturerscheinung, sie ging 
davon aus, daß dem Menschen nur ein und dieselbe Norm passe, und daß ihm nur ein 
und dieselbe Norm angemessen sei, als ob die Kultur nicht steis das Bedürfnis neuer 
Normen erzeugte und als ob der Kulturfortschritt etwas Nebensächliches wäre, was das 
Wesen des Menschen nicht berührte. Es ist der nämliche Irrtum wie der, der an eine 
Weltsprache glaubte, so daß man den babylonischen Turmbau zu Hilfe nehmen mußte, um 
die Verschiedenheit der Sprachen zu erklären, während doch 
Xullo effetto mai razionabile, 
Per lo piacer uman che rinnovella, 
α il cielo, sempre fu durabile. 
Dante. Paradiso XXVI I27 ff. 
Jenes Naturrecht hatte, wie gezeigt, in der kanonischen Anschauung seine Grundlage; 
es fand auch in den Floskeln der römischen Juristen einige Stütze, die von einem Recht 
fabelten, das die Natur alle animalischen Wesen gelehrt habe. Aber erst im 16. Jahr— 
hundert wurde das Naturrecht zu einem eigenen System verarbeitet, und im 17. Jahr— 
hundert erhielt es durch Hugo de Groot (Grotius) die Gestalt, in der es seinen Siegeszug 
über die Länder ausführte. Eine Reihe der bedeutendsten Köpfe huldigte ihm: Hobbes, 
Pufendorf, Leibniz, Thomasius sind von ihm ausgegangen, und in Wolf fand 
es seinen letzten bedeutenderen Ausläufer und seine letzte, allerdings bereits sehr seichte 
und versandete Gestaltung?. In der Tat war dieses Naturrecht nichts anderes, als 
ein mehr oder minder zurechtgestutztes Zivilrecht von damals, mit einigen Rechtswünschen 
verbrämt, und es ist nur erklärlich bei dem öden Stande der historischen Wissenschaft 
und bei der ungeheuren Unkenntnis des Rechtslebens der verschiedenen Zeiten und Völker. 
8 2. Rechtsphilosophie und Rechtspostulate. 
Die Zerstörung des Naturrechts war die große Tat Savignys und Hegels; 
namentlich hat die Entwicklungstheorie des letzteren, welche, im Gegensatz zu dem stets 
Gleichbleibenden, ein ständig Wechselndes und sich Entwickelndes annahm, von selber einem 
jeden Naturrecht, d. h. jedem ewigen Vernunftrecht, den Krieg erklärt. Noch wichtiger 
aber waren die Ergebnisse der vergleichenden Rechtswissenschaft, denn diese zeigte uns eine 
ungeheure Rechtsentwicklung, von der man früher keine Ahnung hatte; sie zeigte rechtliche 
regulari oportet Seythas, qui, extra septimum eclima viventes et magnam dierum et noctium 
inaequalitatem patientes, intolerabili quasi algore frigoris premuntur; et aliter Garamantes, 
gui, sub aequinoctiali habitantes et coaequatam semper lucem diurnam noctis tenebris 
habentes, ob aestus acris nimietatem vestimentis operiri non possunt. Dazu die alsbald zu 
erwähnende Stelle aus dem Paradiso. Damit war eine Höhe der Betrachtung gewonnen, der gegen— 
über das Naturrecht bis zu Hegels Zeit lediglich einen Rückschritt bedeutet. Über das thomistische 
Naturrecht vgl. auch Haring, Riecht⸗ und Gesetzesbegriff in der katholischen Ethik S. 80f. 
Allerdings nicht ohne wesentliche Bekämpfung, namentlich von theologischer Seite, welche 
das System Groots als impium ac absurdum' bezeichnete, so Valentin Alberti. Der be— 
deutendste Gegner, der bereits historischen Sinn zeigt ist Jsonn Selden, de jure naturali et 
e juxta disciplinam Ebraeorum (16403. Uber ihn treffend Sternberg, 3. f. vgl. Rechtsw. 
* S. 365 f. Über einige weitere Geagner val. Berabohm'. Jurisprudenz und Rechtsvhilosophie 
IiGgf. 
2 Die wichtigsten Vaturlehrer sind: Johann Oldendorp 1480-1567; Johann Bodinus 
1530- 1596; Johann Althusius 1557516383 Hugo Grotius 1583-1645 Do jure beili 
et paeis 1625); Thomas Hobbes 1588 - 1679 (De dive, Leviathan; Samuel Pu—endorf 
1632-1694 (Do jure naturae et gentium, de officio hominis et eivis, Monzambano); Spinoza 
1632-1677., Mracetatus theologico-politicus 1670, tractatus politicus 1677); Loc ke 16832-1704 
wo treatises of government 1689); Leibniz nzarc, Thomasius 1655 1788; Wolf 
1679- 1754 Qus naturae 1740). Dazu noch eine Reihe von Rechtsphilosophen des 19 Jahrh., wie 
Zachariä, Bauer, Schilling, v. Rotteck, welche mehr oder minder der Vergessenheit anheim— 
gefallen sind und dies auch verdienen.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

The ABC of Taxation. Doubleday, Page & Company, 1916.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.