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Die Praxis der bürgerlichen Klassenjustiz im Kampfe gegen die revolutionären Bewegungen der Werktätigen, nationalen Minderheiten, Kolonial- und Halbkolonialvölker

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Bibliographic data

fullscreen: Die Praxis der bürgerlichen Klassenjustiz im Kampfe gegen die revolutionären Bewegungen der Werktätigen, nationalen Minderheiten, Kolonial- und Halbkolonialvölker

Monograph

Identifikator:
1789410827
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-174483
Document type:
Monograph
Title:
Die Praxis der bürgerlichen Klassenjustiz im Kampfe gegen die revolutionären Bewegungen der Werktätigen, nationalen Minderheiten, Kolonial- und Halbkolonialvölker
Edition:
Als Ms. gedr
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Mopr Verl.
Year of publication:
1928
Scope:
124 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Gefängnisregime
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Praxis der bürgerlichen Klassenjustiz im Kampfe gegen die revolutionären Bewegungen der Werktätigen, nationalen Minderheiten, Kolonial- und Halbkolonialvölker
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Ausnahmegesetzgebung gegen die Werktätigen und ihre Organisationen
  • II. Die juristische Praxis in den politischen Prozessen und die Organisierung der Verteidigung
  • III. Die außergerichtliche Justiz und die Polizei
  • IV. Das Gefängnisregime
  • V. Das Asylrecht
  • VI. Die rechtliche Lage der nationalen Minderheiten
  • VII. Die Gesetze und das Gerichtswesen in den Kolonial- und Halbkolonialländern

Full text

den Arzt kann keine Rede sein. Wenn der Arzt etwas zu sagen 
hat, dann empfiehlt er Karzer. Man braucht nur die Bücher von 
Kosta Foru und Barbusse zu lesen. um darüber ein eingehendes Bild 
zu erhalten, 
Von einer Behandlung der Tuberkulosekranken — 10 Prozent 
aller Gefangenen sind. tuberkulös erkrankt — kann ebenfalls keine 
Rede sein, 
Wenn aber dieses Regime sich nicht noch fürchterlicher aus- 
wirkt, so ist das ausschließlich der Wachsamkeit des internationalen 
Proletariats und dem Proteststurm der Werktätigen aller Länder 
unter Führung der IRH zu verdanken, 
Die hygienischen Verhältnisse in den einzelnen Gefängnissen sind 
schrecklich. In einem Raum, der ungefähr drei bis vier Meter groß 
ist, sind in Jilawa auf Holzpritschen, die von Holzwanzen durchsetzt 
sind, 18 bis 20 Gefangene untergebracht. Die Fenster sind ganz 
klein. Ausgang eine Stunde am Tage im sogenannten Hof, in Wirk- 
lichkeit aber ein unterirdischer Keller, in dem durch ein Kanalgitter 
Licht hineinfällt, Kleider, Wäsche, so etwas kennt die rumänische 
Gefängnisverwaltung nicht, Lebensmittel von außen zu erhalten, ist 
eine ausnahmweise Vergünstigung, in der Regel aber wird sie ent- 
zogen, 
Die Lage der Angehörigen unter diesen Verhältnissen zu schil- 
dern, wird sich wohl erübrigen. Die meisten wohnen auf der Straße, 
weil sie die Miete nicht bezahlen können, Die Gefangenen schreiben 
verzweifelte Briefe und bitten, die Unterstützung für sie ihren An- 
gehörigen zukommen zu lassen, damit diese wenigstens leben können, 
denn „wir haben doch unsere Nahrung“, 
Das ist ein beiläufiges Bild, Ich habe Ihnen gesagt, ich will 
ohne Leidenschaft, ohne persönliche Färbung, ohne Ausschmückung 
mit Einzelbildern die Lage schildern, 
Seit Jahren führt die IRH einen Kampf um das physische Leben 
dieser Gefangenen, denn ein, zwei oder drei Jahre Zuchthaus in 
Rumänien bedeuten eine unbedingte, durch Ausnahmen nur bestätigte 
Todesstrafe. ; 
Seit den Jahren 1920/21 besteht das Regime in dieser Schärfe. 
Es ist dank den ausländischen Protesten nicht um vieles härter ge- 
worden, nicht zu Massenmorden gekommen, dank der Wachsamkeit 
des ausländischen Proletariats, dank der Tätigkeit der Internationalen 
Roten Hilfe. Und dessen sind sich auch die Gefangenen überall voll- 
auf bewußt, 
Als es in Wien bei den Juliereignissen Hunderte von Toten und 
Verwundeten gab, waren die Gefangenen in Jilawa sich ihrer Soli- 
daritätspflicht bewußt. Was sie in harter, monatelanger Arbeit pro- 
duziert hatten, Schachspiele, Zigarettendosen, Holzarbeiten, sandten 
sie nach Wien und forderten, daß der Erlös für die Angehörigen der 
Toten und Verwundeten verwandt würde, Das einzige, was die Ge- 
fangenen noch aufrecht erhält, ist eben die wirksame praktische Be- 
tätigung der internationalen Solidarität, 
Katayama-Japan- 
Bei uns sind fast alle Gefängnisse nach europäischem Muster ein- 
gerichtet, hohe Gefängnismauern und bewaffnete, in europäische An- 
. 
En
	        

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Der Briefwechsel Zwischen Marx Und Engels 1861-1867 / Herausgegeben von D. Rjazanov. Marx-Engels-Verlag G. M. B. H., 1930.
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