Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

544 
Der Bundesstaat zeigt uns eine doppelte Einschränkung inter- 
nationaler Handlungsfreiheit: Central- und Gliedstaat sind hier 
verfassungsmässig und zwar beide durch dieselbe, nämlich die 
Bundesverfassung, in bestimmtem Umfange eingedämmt — der Bun- 
desstaat zu Gunsten der Einzelstaaten und umgekehrt. Wiederum 
ist das in den einzelnen Gesammtstaaten verschieden gestaltet; 
darauf braucht nicht eingegangen zu werden. Nun kann hier 
kein Zweifel darüber obwalten, in welchem Sinne die Bundes- 
verfassung jene Beschränkung auffasst. Schlechterdings undenkbar 
wäre es, dass sie etwa nur Verbote einer im übrigen als gültig 
gedachten Willensverwirklichung aussprechen wollte, Verbote, 
deren Uebertretung höchstens innerstaatliche Verantwortlichkeit 
hervorrufen oder sieh durch die Unmöglichkeit rächen würde, 
völkerrechtsgemässe Akte der Legislative oder Exekutive zu 
bewirken. Was im Einheitsstaate, wenigstens in der mit alten 
Traditionen rechnenden Monarchie unbedenklich wäre, das würde 
hier durch eine einzige Verfassungsklausel einerseits die Glied- 
staaten der Willkür des Bundesstaats ausliefern, anderseits diesen 
von vornherein der Gefahr einer Vernichtung von unten her preis- 
geben. Es herrscht auch, so viel ich sehe, in der Litteratur im 
wesentlichen darüber Uebereinstimmung, dass jene Verfassungs- 
sätze sämtlich Kompetenzschranken in dem Sinne be- 
gründen wollten und begründet haben, dass die ausserhalb der 
Schranken vorgenommenen Erklärungen von Bundes- oder Glied- 
staat nach jeder Richtung hin „nichtig“ seien.!) Selbstverständ- 
lich entscheidet auch hier die Staatsverfassung nicht und kann 
nicht entscheiden über die völkerrechtliche Bedeutung solcher 
Akte. Allein nicht minder klar ist es, dass das Völkerrecht nach 
dem oben angeführten allgemeinen Grundsatz jene Staatsrechts- 
sätze als relevant behandeln muss. Nicht etwa kraft eines neuen, 
vielleicht erst durch die Entstehung solcher zusammengesetzten 
spezielle internationale Vereinbarungen in Betracht. Man ist, um wenigstens 
dies zu sagen, im Wesentlichen darüber einig, dass jene dem Vasallenstaate 
auferlegten Schranken auch seine völkerrechtliche Handlungsfähigkeit ein- 
dämmen. Das wird um so eher anzunehmen sein, als der Suzerän bei Be- 
messung der Schranken meist durch eigene, dritten Staaten gegenüber einge- 
gangene Verpflichtungen gebunden ist. 
1) Mit Recht sagt z. B. Jellinek, Staatenverbindungen S. 308: die 
Bundesverfassung bilde in dieser Hinsicht die „absolute Schranke der Hand- 
Jungsfähigkeit des Gliedstaates.“
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.