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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

— 336 
hinge, dass schuldhafter Weise der Schutz versagt oder ver- 
nachlässigt worden, es genügt, dass er thatsächlich dem schutz- 
bedürftigen Gute nicht zu Theil geworden ist. 
Es ergiebt sich hieraus zunächst, dass diese Haftung be- 
gründet wird allein durch Handlungen im Gebiete des in An- 
spruch genommenen Staates.!) Zwar nicht für alles, aber nur 
für das, was hier vor sich geht, kann er um Genugthuung an- 
gegangen werden. Die Haftung trägt hier einen rein territorialen 
Charakter; sie ist die nothwendige Konsequenz der Gebietshoheit; 
sie wird begründet durch Handlungen von In- und Ausländern. 
Da sie aber ihre Rechtfertigung findet in der Thatsache, dass Güter 
verletzt wurden im ausschliesslichen Machtbereiche eines 
Staats, so kann sie sich einerseits nicht beschränken auf das von 
festen Grenzen umzogene, kraft Verfassungsrechts den normalen 
Bereich der Staatsgewalt bildende festländische Territorium, und 
wird sie umgekehrt ausgeschlossen sein, wenn und soweit der 
Staat selbst innerhalb dieses Gebiets keine Herrschaft übt. Staats- 
gebiet ist auch hier gleich „Staatsgewaltgebiet“. Daher erstreckt 
sich die Haftung auf „Delikte“ in Kolonien und Schutzgebieten, nicht 
aber in blossen Interessensphären ?), Delikte auf Kriegsschiffen über- 
all, wo sie sich befinden, Delikte auf Handelsschiffen in hoher See, 
nicht in fremden Eigengewässern. Sie entsteht durch Handlungen 
auch in fremdem Staatsgebiete, wenn sich die Staatsgewalt in 
dieses hinein erstreckt, und cessirt in Bezug auf das eigene, soweit 
die Staatsgewalt hier verdrängt ist, — der kriegsmässig okku- 
pirende Staat, nicht der mit Krieg überzogene haftet für das, 
was sich im Okkupationsbereiche ereignet, und Oesterreich-Un- 
garn, nicht die Türkei für die Vorkommnisse in Bosnien und der 
1) Die Verpflichtung zur Bestrafung von Auslandsdelikten, sei sie allge- 
meinen oder konventionellen Rechts (Seeraub — Verträge über Bestrafung 
ausländischer Forst-, Feld-, Jagdfrevel, des Sklavenhandels u. s. w.) ruht 
auf anderem Grunde. Natürlich gehört sie in den Zusammenhang unserer 
Darstellung insofern, als der Staat sich mit dem zur Erfüllung auch dieser 
Pflicht unentbehrlichen Rechte versehen muss. 
2) Richtig Hall, Treatise p. 135. — Vergl. die Note Lord Granville’s 
an den deutschen Botschafter in London vom 29. Nov. 1880, worin er die 
Verantwortlichkeit für Ereignisse in gewissen Theilen von Südwestafrika 
ausserhalb der Walfischbai u. s. w. ablehnt, welch letztere allein britisches 
Territorium sei. (Drucks, d. deutschen Reichstags. 6. Lexz.-Per. I Sess. 1884/85. 
No. 618. 41
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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