Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404219
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236878
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1114 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
II. Zivilrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
  • II. Zivilrecht

Full text

1. Bruns-⸗Lenel, Geschichte und Quellen des römischen Rechts. 108 
vielvertretene Meinung ist, einer besonderen Aufnahme des ius gentium durch das Edikt 
des Prätors (g 28). Es genügte, wenn der Prätor auch für den Verkehr unter römischen 
Bürgern eine aetio (eine Formel) in seinem Album aufstellte, mit welcher das Rechts- 
geschaͤt des ius gentium geltend. gemacht werden konnte. In einzelnen Fällen, wie bei 
Darlehen, war eine neue Formel nicht einmal erforderlich. 
Der Ausdruck ius gentinm hat noch eine weitere Bedeutung (Gaius 1, 1; D. 1, 
1. 1 8. M: er bezeichnet das Recht, quod apud omnes gentes peracque custoditur, 
d. h. diejenigen Rechtsverhältnisse, welche bei den bekannten Völkern übereinstimmend ge— 
regelt find: Sklaverei (DB. 1,6,4 8 1), Beuterecht (D. 41, 1. 58 7), Notwehr 
Sallust. Iug. 227), Verbot der Deszendentenehe (D. 28, 2. 68). Mit dieser Beobachtung 
verband sich allmählich erst die Spekulation, daß, was bei allen Völkern gelte, aus der 
naturalis ratio hervorgegangen sein müsse und deshalb bei ihnen neben dem ius eivile 
eine Art subsidiärer Geltung habe (D. 41, 1. 8 pr. Gie. p. Mil. 4, 10). Eine Folge 
davon war, daß man dann auch umgekehrt sagte, was natürliches Recht sei, müsse bei 
allen Völkern gelten, wenngleich empirisch die allgemeine Geltung nicht gerade nach⸗ 
gewiesen sei. Man verselbigte baher im allgemeinen die beiden Begriffe ius naturale 
uand ins gentium (Cie. de off. 8, 23, Gaius s8, 154), obwohl man im einzelnen, z. B. 
bei der Sklaverei, den Unterschied nicht verkannte (Inst. 1j8 8 2). 
IV. Volk und Rat. 
8 20. Die eigentliche souveräne Gewalt ist in Rom während der ganzen Zeit 
der Republik stets bein Volke gewesen und von ihm unmittelbar in Volksversammlungen, 
domitia, ausgeübt. Von einer Reprasentativverfassung, ja nur einer Hinneigung dazu 
findet sich nicht die geringste Spur. Selbst Cicero bei seinen philosophischen Betrachtungen 
über Staatsverfassung und Gesetzgebung kommt nie auf diesen Gedanken. Doch hätte 
er bei der Ausdehnung des Bürgerrechts auf ganz Italien nahe genug gelegen. Ein 
Stimmrecht, zu dessen Ausübung ganze Städte Hunderte von Meilen reisen mußten, 
war doch in der Tat eine vollständige Ironie des Stimmrechts, eine reine Fiktion. Der 
nächste Grund der auffallenden Erscheinung lag offenbar in der altrömischen Identität 
von Stadt und Staat. Die Stadt war es, die die Welt erobert hatte, die Stadt sollte 
ihre Herrin bleiben. Nur durch die Fiktion des städtischen Bürgerrechts konnten andere 
Städte an ihrer Herrschaft teilnehmen, und wenn dabei ihr Einfluß faktisch um so ge⸗ 
ringer wurde, je weiter sie entfernt lagen, so war das den Machthabern in Rom nur 
um so lieber. Eine Repräfentation hätte die anderen Städte Rom gleichgestellt und damit 
die ganze Nationaltradition gebrochen. Indessen hätte dieser Umstand gerade ein Streben 
nach Repraäfentetion dei ven nderen Stadten herrorrufen müssen; aber auch davon finden 
wir nichts. Der tiefere Grund ist daher wohl in der ganzen antiken Anschauung (2)] 
zu suchen, daß der Staat nicht ein idealer Organismus ist, sondern direkt in der Gesamt- 
w der freien Bürger besteht, daß aber Freiheit unmittelbare Selbstbetätigung ist und 
* Stellvertretung in rechtlichen Dingen unzulässig erscheint; war sie doch auch gwpr 
—— und Prozesse ausgefschlossen. Die Regierung zu führen war natürlich die 
nerersammlumg außer stande; sfie lag verfassungsmäßig in den Händen der Beamten, 
isnis des Senaten. Aber ihn kann man nicht als eine Volkspertretung ansehen; er 
— nur der Ausschuß des herrschenden Amtsadels und der hauptstadtischen Gesellschaft. 
—* n nach der späteren Übung (8 28) ermöglicht tatsächlich nur die Bekleidung eines 
aͤdtischen Ehrenamtes den Eimriti, wenn auch eine große Menge der Senatoren aus 
den Landstädien stammt quotus enim quisquo nostrum (en munieipiis) non est, fragt 
Cicero (Phil. 8,1859. 
* Fe2u. Volksversammlungen. Es bestehen, zur Zeit der Republik mehrere 
Formen der Volksversammlung nebeneinander. 1. Die Kuriatkomitien. Sie sind jetzt —
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.