Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
III. Strafrecht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

2. E. Beling, Strafprozeßrecht. 3435 
3. Justiz und Verwaltung sind getrennt: den Gerichten darf keine andere Art 
Verwaltung als die Justizverwaltung übertragen werden (E.G.V.G. 8 49). Sehr be— 
denklich ist die gewöhnliche Auffassung, daß dessenungeachtet den einzelnen Mitgliedern 
der Gerichte Verwaltungsgeschäfte aller Art übertragen werden könnten; damit waäre der 
ganze Zweck des 8 4 eit. illusorisch gemacht. 
4. In den vor die Gerichte gebrachten Sachen entscheiden jene selbst darüber, ob 
der Rechtsweg zulässig ist oder nicht (8517 Abs.1 G. V. G.; vgl. aber unten 8 16]). 
8 9. II. Die Gerichtspersonen. 
Literatur: Gneist, Die Bildung der Geschworenengerichte in Deutschland (1849); Derselbe, 
Vier Fragen zur deutschen StP.cO. (1879 142ff.; Binding, Die drei Grundfragen der Organi⸗ 
sation des Strafgerichts (1876); Herm. Seuffert, Erorterungen über die Besetzung der Schoͤffen⸗ 
Jerichte und Schwurgerichte in Deutschland (18795, und im Gerichtssaal Bd. XXXIIS. 31 61880); 
Daubenspeck, Der juristische Vorbereitungsdienst in Preußen (1900); Ötker, Die Rechtsgrundlagen 
der Schöffen- und Schwurgerichtsbildung, Goltd. Arch Bo XLIX G. 93, S. 203 (1902). 
J. Die Gerichtspersonen sind teils Richter“, teils „gerichtliche Neben— 
personen“ (Gerichtsschreiber, Gerichtsvollzieher, Gerichtsdiener . s. w., sämtlich „nicht- 
richterliche Justizbeamte“). Der Schwerpuntt der Justiz liegt bei den Richtern, und zwar 
bei den „ständigen Richtern“, beamteten oder Berufsrichtern. 
II. Die Übertragung des Berufsrichteramts erfolgt durch staatliche Anstellung, 
Ernennung zum Amisrichter, Landrichter u. s. w. Sie muß auf Lebenszeit und gegen 
festes Gehalt erfolgen und gibt dem Angestellten auch insofern eine besonders gesicherte 
Rechtsstellung, als er ohne seine Zustimmung nicht „absetzbar“ und nicht „versetzbar“ ist 
(88 628 G.V. G.). 
Zum Richter kann ernannt werden, wer 8 Jahre auf einer Universität, davon 
mindestens 8 Halbjahre auf einer deutschen Universität, die Rechte studiert hat, darauf 
die erste juristische Prüfung bestanden, 8 Jahre im praktischen Vorbereitungsdienst ver⸗ 
bracht und die zweite juristische Prüfung bestanden hat; auch ohne diese Voraussetzungen 
ist zum Richteramte fähig jeder ordentliche öffentliche Rechtslehrer an einer deutschen 
Hochschule (FñF 2—8 G. V.G)). 
Doch können berufsrichterliche Geschäfte „zeitweilig“ auch von einem nicht als 
Richter Angestellten (Assessor, Referendar, Rechtspraktikanten, Accessisten u. s. w.) nach 
Maßgabe des Landesrechts wahrgenommen werden (G. V. G. 8 10). Unfähig zur Wahr— 
gehmung richterlicher Geschäfte machen gewisse strafrechtliche Verurteilungen (St. G.B. 
oö 81, 38, 84, 86 30, 82 M. St. &B.). 
III. Wer zum Richter ernannt (oder gemäß 8 10 G. V. G. als solcher einstweilig 
beschäftigt) ist, ist grundsätzlich befähigt, in allen vorfallenden Strafsachen tätig zu 
werden. Er ist eben „Richter“, während der nicht Ernannte oder ohne Fähigkeit zum 
Richteramt Ernannte Nichtrichter ist (seine Handlungen zum Prozeß also nichtig sind). 
Ausgenommen sind jedoch diejenigen Strafsachen, in denen ein gesetzlicher Aus- 
schließungsgrund Verwandtschaft des Richters mit dem Beschuldigten u. sJ. w.), vor⸗ 
liegt (& 22 St. P. O.), judex inhabilis, oder der Richter von einem Beteiligten oder von sich 
selbst wegen bestehender Besorgnis der Befangenheit abgelehnt worden ist 
88 24380 St. P.O.), judex suspectus; und zwar sind Handlungen eines kraft Gesetzes 
Jusgeschlossenen Richters unbedingt und ohne weiteres kraftlos; dagegen ist Besorgnis der 
Befangenheit an sich auf das Verfahren ohne Einfluß, wenn und solange nicht eine auf 
sie gestützte Ablehnung erfolgt ist. 
IV. Außer den Berufsrichtern zieht das heutige Recht zu gewissen richterlichen 
Beschäften unständige Richter, Laienrichter, heran: Schöffen und Geschworene. Diese 
Jaben keinerlei Beamteneigenschaft, wiewohl sie ein „Amt“ versehen. Über die Berufung 
der Schöffen und Geschworenen zum Amte enthält das Gesetz eingehende Vorschriften 
88 31-57, 84-97 G. V. G.). Sie erfolgt teils durch Auswahl, teils durch Los, und 
war bezüglich der Schöffen in folgenden Etappen: Urliste, — berichtigte Urliste, — Jahres— 
iste (je eine für Haupt- und Hilfsschöffen); bezüglich der Geschworenen in folgenden
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.