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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Öffentliches Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

1. G. Anschütz, Deutsches Staatsrecht. 491 
mm Gegensatz zu den oktroyierten“, d. h. von der absoluten Krone einseitig verordneten 
Staatsgrundgesetzen Bayerns, Badens (und Preußens: „oktroyierte“ Verfass. v. 5. Dez. 
1848 J.u. 498 494). Dennoch ist die württembergische Verfassung von den Ver— 
'assungen Bayerns und Badens staatsrechtlich nicht verschieden, weder in Bezug 
auf ihre Natur noch im Rechtsgrunde ihrer verbindlichen Kraft. Die erstere ist nicht 
die eines Vertrages oder einer Vereinbarung, denn die sog. „verfassungvereinbarende 
Ständeversammlung“ war kein Rechtssubjekt, mit welchem im Sinne Rechtens paktiert 
verden konnte. Und der letztere ist nicht die Tatsache einer übereinstimmenden Willens— 
erklärung von Krone und „Ständeversammlung“, sondern der einseitige Wille der Krone, 
denn die Versammlung war eine bloße Notabelnversammlung, deren bloßes Dasein und 
deren Kompetenz die bestehende absolute Monarchie nicht, — noch nicht — in eine be— 
chränkte Monarchie verwandelte, — eine Versammlung, mit der die annoch immer ab— 
iolute Krone sich umgeben hatte, um sich von ihr über den folgenschweren und unwider— 
ruflichen Schriti vom Absolutismus zum Konstitutionalismus beraten zu lassen. Auch 
die württembergische V. U. ist sonach von einem bis zu ihrer Unterzeichnung noch absoluten 
herrscher aus agener Machtvollkommenheit erlassen worden und es gilt auch hier der für 
aͤlle deutschen konstitutionellen Staatsgrundgesetze zutreffende Satz, daß die Krone nicht 
zuf dem Willen der Verfassung, sondern umgekehrt die Verfassung auf dem Willen der 
Krone ruht. 
Nachdem im Jahre 1820 noch das Großherzogtum Hessen eine „landständische“ 
Verfassung — vom 17. Dezember 1820 — erhalten hatte, trat zunächst, unter dem 
Einfluß der reaktionären Strömungen der zwanziger Jahre, ein Stillstand in der deutschen 
konstitutionellen Bewegung ein, welche letztere erst durch die französische Julirevolution 
viederum einen Antrieb nach vorwäris erhielt. Verschiedene mittel- und nordwestdeutsche 
Staaten nahmen in dieser Zeit, bald nach 1830, die konstitutionelle Verfassungsform an, 
so vor allem das Königreich Sachsen (Verfassung vom 4. September 1831, ver- 
inbart mit den noch bestehenden Landständen älterer Ordnung), Kurhessen (Verfass. vom 
5. Januar 1831), Braunschweig (Neue Landschaftsordnung vom 12. Okt. 1832), 
Hannover (Staatsgrundges. v. 26. Sept. 1838). Auch diese Gruppe deutscher Ver⸗ 
assungen zeigt, wie die voraufgehende süddeutsche Gruppe, das monarchisch⸗konstitutionelle 
Prinzip in scharfer Ausprägung, von irgend welchen Konzessionen an den Gedanken der 
Volkssouveränetät ist überall nicht die Rede. Die sächsische und braunschweigische Verfassung 
don 1831 bezw. 1882 gelten, soweit sie nicht in Einzelheiten durch spätere Novellen 
abgeändert sind, noch heute als Staatsgrundgesetze ihrer Länder, — ebenso übrigens 
ie dben erbrterten süddeutschen Verfasfungsurkunden der Jahre 1818-51820. Die 
Emanation der letzteren bildet die erste, die der mittel- und nordwestdeutschen Staats⸗ 
grundgesetze die zweite Etappe der konstitutionellen Entwicklung in Deutschland. Die 
zritte Etappe fällt in die Jahre 18348 —1850; ihr Eintritt wird, wie der der zweiten, 
eranlaßt durch einen Anstoß von jenseits des Rheins. Und dieser Anstoß, die Pariser 
Februarrevolution von 1848, hat auf die deutschen politischen Verhältnisse ungleich mäch⸗ 
liger gewirkt als 1830 die Julirevolution. Das Jahr 1848 rüttelte das deutsche Volk 
zu einer fieberhaften Freiheitss und Einheitsbewegung auf, die freilich alsbald wieder 
schwächlich im Sande verlief; — es hätte den Deutschen Bund beinahe um sein jämmer⸗ 
iches Leben gebracht. Es hat endlich — dies ein Ergebnis von Dauer — den größten 
3 Stant aus dem Äbsolutismus zur konstitutionellen Verfassungsform hinüber— 
zeführt. — 
III. Die Verfassungsentwicklung in Preußen. — Die Beantwortung der Frage, 
vo in der inneren Geschichte der preußischen Monarchie die allerersten Spuren konstitu⸗ 
ioneller Gedanken auftauchen, hängt von der Vorentscheidung ab, welches Prinzip man 
für das dem Konstitutionalismus wesentlichste Merkmal erachten will: die in irgend 
iner Art bewirkte Gewaltenteilung, oder die Beteiligung des Volkes bei 
der Bildung des Staatswillens. Wer diese Vorfrage im Sinne der ersten 
Alternative beantwortet, darf die Uranfänge konstitutioneller Entwicklung schon im 
riderizianischen Zeitalter suchen, denn unzweifelhaft war die Verselbständigung und organische
	        

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Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
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